Montag, 30. November 2009

Urlaub auf Porto Santo!


Ich trieb mich fast den ganzen November in der Azorenbucht herum, hauptsächlich auf der zauberhaften Insel Porto Santo. Damit kam ich einer Einladung nach, die vor mehr als zehn Jahren von Freunden ausgesprochen wurde. In diesem Urlaub wollte ich also mal schauen, wo das Wetter gemacht wird, aber nicht nur das. Natürlich war ich als Gernesserin auch neugierig auf die Portosantuanische Küche.
Meine Freunde Carmo und Americo haben 30 Jahre lang in Deutschland gelebt und gearbeitet und sind vor etwa elf Jahren in ihre Heimat Porto Santo (Madeira) zurückgegangen. Kennengelernt habe ich die Beiden in ihrem portugiesischen Restaurant in Gelsenkirchen - Ückendorf namens "Estrella" (Stern) - wenn das kein Zufall war-!

Carmo kocht ganz ausgezeichnet, hauptsächlich regional und immer frisch, Slow Food - like also. Fisch ist ihre Spezialität. Davon durfte ich mich in diesem Urlaub reichlich überzeugen.

Gleich nach der Ankunft -nur kurz ein wenig frisch gemacht- wurde zum "Jantar" (Abendessen) geläutet.

Als Vorspeise hatte Carmo eine sämige Sopa de Peixe, Fischsuppe zubereitet. So kannte ich sie bisher nur aus Frankreich. Zwiebeln und Gemüse hat sie mit kleinen Fischen mit Haut und Gräten gekocht und später durchpassiert. Mit Korianderblättchen garniert und mit frischem Knoblauchbrot serviert. Köstlich!

Zur Hauptspeise gab es natürlich auch Fisch -einer der bekanntesten Fische auf Madeira und Porto Santo ist übrigens der Espada, der schwarze Degenfisch. Das ist sozusagen das tägliche Brot der Portosantuenser und Madeirenser-.
Diesen gab es aber heute nicht, sondern es gab zur Feier des Tages etwas Besonderes. Einen Pargo ,also eine Seebrasse, natürlich auch aus dem Atlantik, was sonst. Was dort auf dem Tisch stand, ließ das Feinschmeckerherz höher schlagen. Es war ein kapitaler Pargo von über 3 kg, er wurde im ganzen im Ofen gebacken, also assado zubereitet. Mit einer gemüsigen Tomatensauce, in der auch Kartoffeln schwammen, wurde er in einem Bräter präsentiert. Was für ein Anblick!

Zu trinken gab es dazu einen frischen Vinho branco, was braucht man mehr.

Zum Dessert aßen wir ganz schlicht Früchte aus dem eigenen Garten. Als da waren: verschiedene Sorten Maracuja, Mangos, Papajas, Feigen und noch ein paar andere, deren Namen ich mir nicht gemerkt habe. An diesen Früchten habe ich mich täglich gelabt.

So konnte der Urlaub ja nur gelingen, es waren 26° im Schatten.

Bom Apetito!

Posted by Picasa

Kommentare:

  1. willkommen zurück - ich wär ja auf der Insel im Atlantik geblieben, liebe Grüße !

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  2. Damit war mein Arbeitgeber leider nicht einverstanden. Grüße zurück!

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  3. Das war ja echt cooler Urlaub:) Danke für die ausführliche Beschreibung... Ich wünsche ich wäre auch da...

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