Dienstag, 15. Juni 2010

100 Jahre Clubsandwich!

 
Was für ein Glück, ich hatte kaltes Huhn im Kühlschrank. Vom Suppenhuhn am Wochenende war Einiges übrig geblieben. Es gibt tatsächlich Menschen, die kaltes Huhn nicht mögen, z.B. nata von pastaciutta.

Es hat mich schon früher in Filmen wie "Lassie" oder " Die Waltons" - Ihr wisst schon:" Gute Nacht Jim Bob, Gute Nacht Miss Ellen"- fasziniert, dass die Menschen immer kaltes Huhn im Eisschrank hatten.
So, wie die Cowboys immer Bohnen mit Speck aßen. Wobei der Speck, der unter dem Pferdesattel weilte, erst nach vielen durchrittenen Tagen reif war, verkocht zu werden. Aber das ist ein anderes Thema.

Ich hatte jedenfalls kaltes Huhn zur Hand. Da traf es sich doch gut, dass das Clubsandwich gerade seinen 100sten Geburtstag feiert. Und zum Clubsandwich braucht man bekanntermaßen Geflügelfleisch.

Also machte ich mich an die Produktion meiner Version dieses Geburtstagsetwas.

Die Zutaten:

Weißbrot
Pesto von grünem Spargel, Asparagina, auch hier bei Linda  nachzulesen

Erbsen
Mayonnaise
Senf
Salatblatt, Rucola
Tomate




Also Ihr seht schon, das ist nicht das klassische Clubsandwich. Ich habe einfach geschaut, was im Kühlschrank vorrätig ist, daraus habe ich dann das hier gemacht.
Das Weißbrot habe ich natürlich nicht entrindet. Wer kommt schon auf die Idee, knuspriges Brot zu entrinden? Ich verstehe das schon bei den Italienern nicht. Diese labberigen Tramezzini würden mir viel besser schmecken, hätten sie eine Kruste. Dann habe ich auch keine Mayonnaise verwendet, sondern Senf.  Das ist viel picanter.


Zubereitung:

Das Weißbrot toasten und von beiden Seiten erst mit Senf, dann mit Asparagina einstreichen. Salat und Rucola auf einer Scheibe verteilen, Erbsen und das Hühnerfleisch darauflegen, mit Tomate garnieren, zuklappen und geniessen.


Buon Appetito!

Kommentare:

  1. Was man heutzutage in manchen Restaurants, Golf-Clubhäusern (typisch irgendwie) als Clubsandwich serviert bekommt, ist oft seltsam...

    Deine Variante mit den Erbsen und dem Spargel finde ich gut, mal was anderes. :-)

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  2. So richtig schönes Sandwiches ist eine gute Anregung für hoffentlich wieder bald heiße Tage. Auf die Idee Erbsen auf's Sandwich zu packen wäre ich nicht gekommen. Aber warum eigentlich nicht :)

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  3. Jaja, verpetz mich nur ;o) So eine schöne Behausung für kaltes Hühnerfleisch habe ich aber auch noch nie gesehen. Dieses Spargelpesto, die Erbsen, die Rauke... Entweder kriegt das kalte Huhn bald nochmal ne Chance oder ich versuche diese Zusammenstellung mal mit Schinken oder kaltem Schweinebraten. - Klingt eigentlich auch lecker :o)

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  4. @, Barbara, Toni, ich gebe zu, es ist nicht DAS originale Clubsanwich, aber ich denke, das ist nicht wichtig. So kann man sich durch die Saison essen.

    @, Nata, Du verzeihst mir doch hoffentlich. Es passte so gut nach Deinem Salat mit Huhn!!

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  5. 100 Jahre Clubsandwich klingt gut, in wirklichkeit ist es aber schon mindesten 13 Jahre älter, das älteste Rezept ist von 1897, und es weiß auch niemand so genau, wie es zu seinem Namen gekommen ist. Ich habe darüber schon mal in meinem Blog geschrieben. - Mir schmeckt die Version mit Bacon und allem drum und dran am besten, auch wenn das Sandwich dann halt sehr mächtig ist.

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  6. @, Petra, ich hatte zuvor in Deinem Blog gesucht nach einem Artikel hierzu. Bin nicht fündig geworden. Hätte Dein Blog gerne verlinkt.

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  7. ich liebe Clubsandwich, und, die besten, zumindest in Paris, gibt's im Plaza Athenée.

    Deines ist recht orginell, da anders!

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  8. @, Wenn ich das nächste Mal in Paris bin versuche ich es, danke.

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  9. Bei kaltem Hähnchenfleisch fällt mir immer eine Krimi-Serie ein, die ich gelesen habe. Bei der Gerichtsmedizinerin Kay Scarpetta gab es auch oft etwas mit kaltem Hühnchen.
    Das Sandwich gefällt mir ausgesprochen gut.

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  10. Oh klasse! Trotz Unwissenheit bezüglich des Jubiläums gab es bei mir gestern auch Sandwiches.
    Deinen Belag find ich originell.

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  11. Und beim Gute Nacht sagen bitte nicht die kleine Elisabeth vergessen!
    Ich würde Dein Sandwich gerne als Betthupferl verspeisen!

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  12. Ich vermisse inzwischen die gediegenen Hotelbars mit ihren sonorigen Keepern, die einem sowas noch anbieten. Statt dessen gibts doch bald nur noch Lounges mit Fingerfood. Schade, wirklich.

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  13. Klasse! Selten ein derart liebevoll zusammengestelltes (Club oder nicht-) Sandwich gesehen.Und wenn's hauptsächlich aus Überbleibseln besteht, finde ich's gleich doppelt gut.
    Bei uns gibt's derlei Gaumenschmäuse meist recht streng nach Rezept, weil Mademoiselle, also die Mardermännin junior, drauf besteht.
    Es grüßt,
    der Mardermann

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