Dienstag, 4. Februar 2014

Alles Cocotte, oder was?


Seit Wochen lese ich in Blogs und auf Facebook immer wieder etwas über die Cocotte. Jeder kennt sie, jeder hat sie. Da wird geschmort, gekocht und gebacken auf Deubel komm raus.

Nun habe ich sie auch, endlich. Meine Güte, habe ich mich schwer getan.
Töpfe habe ich ja eigentlich genug, wenn nicht gar zu viele. Für jede Möglichkeit ist einer dabei, manchmal auch zwei, drei.
Bei einem Fetzen oder bei Schuhen hätte ich schon dreimal zugeschlagen.

Wie dem auch sei, diese Backerei, Brot im Topf, wie Zorra es macht und viele andere auch, ohne zu kneten, dass ist schon faszinierend. Bin mal gespannt, ob ich mich endlich dazu hinreissen lasse.

Ja, früher habe ich viele gute Brote gebacken, mit Sauerteig, natürlich selbst angesetzt. Tagelang hatte ich vorgeplant, wenn ich Sonntags frisches Brot haben wollte. Bei Petra, in ihrem Brotkasten habe ich vor Jahren tolle Rezepte entdeckt und ausprobiert.

Ja, da hatte ich auch noch kein IPhone und kein Facebook und überhaupt.
Da hatte ich noch Zeit, aber nun....nun komme ich ja kaum noch zum Bloggen, eben keine Zeit.
Es könnte mir ja mal einer eine Nachricht schicken, die könnte ja wichtig sein.
Früher war eben alles besser, oder doch nicht?


Zum Backen hat es nun noch nicht gereicht, aber ich habe geschmort. Also nicht ich jetzt sondern die Cocotte. Eine wunderbare Lammschulter, der Metzger meines Vertrauens hat sie mir in vier Stücke zerteilt. Außerdem legte er noch ein paar Stücke Kalbsschwanz dazu. Das nenne ich Kundendienst.


Nach dem Anbraten der Fleischstücke in Olivenöl kamen Zwiebeln, Knoblauch und etwas Wein und Wasser hinzu. Die Cocotte schob ich in den heißen Ofen. Erstmal bei 200° und natürlich mit Deckel. Man muss ja nutzen was man hat.
Nach einer dreiviertel Stunde gesellten sich dann Kartoffel-, Zitronen- und Auberginenstücke dazu. Außerdem goß ich noch etwas Wasser nach, Wein tat nicht mehr Not, den trank ich lieber in der Wartezeit. Für ein feines Aroma kam noch Thymian dazu.



Die Cocotte kam natürlich in ihrer ganzen Pracht auf den Tisch. Jeder nahm sich was er mochte.
Die Sauce ließ ich flüssig, so mögen wir sie gern. Lediglich entfettet habe ich sie.
Auf dem Foto oben ist sie noch nicht auf dem Teller, sie macht sich nicht so gut, fließt schnell weg.


Wie bei allen Schmorgerichten, war die Sauce fast das Beste.
Und als nächstes bereite ich einen schönen, großen Gemüse-Schmor-Topf zu. -Na ja, so groß wie der Topf halt ist-.
Nach dem vielen Fleisch ist das dringend notwendig.
Jedenfalls bin ich stolz wie Oskar auf meine neue Errungenschaft.


Buon Appetito!


Kommentare:

  1. Glückwunsch zu Deinem neuen Superteil. Wenn es Dich als 5*-Fachfrau interessiert, hätte ich ein Rezept für ein wahnsinnig leckeres Schwarzbrot, das unser Favorit ist. Leider muss es sehr, sehr lange (4 Std.) in den Backofen, wenn man aber zwei gleichzeitig macht, lohnt sich der Energieaufwand.
    Ich finde gerade meinen Blogpost mit dem Rezept: http://eifeltussi.wordpress.com/2012/11/12/korner-fur-die-menschen/
    LG Elke

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  2. Viel Spass damit und das Teil wurde ja auch zum Schmoren erfunden und nicht zum Brotbacken. ;-)

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  3. Bei Schmorgerichten lasse ich die Sauce auch meist ungebunden, weil ich das lieber mag. Das sieht nur leider auf den Fotos nicht so schön aus. Die Alternative wäre eine Bindung mit Butter, weil das ja in jedem Fall auch sehr gut schmeckt. Aber die pflegt meist, sich ausgerechnet vor der Kamera wieder zu trennen.

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    1. Genau das ist der Grund Nata, dass ich die Sauce weggelassen habe. Und mir als Technik-Nulpe würde es glatt zerlaufen.

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  4. NEIN!!!! Boah ist der chic, ich liebe meine Staub-Töpfe, kannst Du mich jetzt verstehen? Beim nächsten Mal muss ich aber mal zum abschmecken kommen, schließlich habe ich mit den Töpfen schon längere Erfahrung und weiß wie es schmecken muss ;-)

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