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Montag, 21. April 2014

Spaghetti mit Sardinen - Pasta con le Sarde!

Unser leckeres Karfreitags-Essen: "Pasta con le sarde". Ein original sizilianisches Pastagericht.
Wir wollten kurz vor Ostern fleischlos essen. Lamm und Ziege gab und gibt es in den letzten Jahren und auch diesmal, deshalb vor Ostern also leicht und locker.


Auf dem Foto sind Sardellen, nicht Sardinen. Sie waren frischer zu bekommen.



Das wichtigste zu diesem Gericht ist natürlich der wilde Fenchel -Finocchio selvatico-.
Fast drei Jahre hat es gebraucht, bis sich der mitgebrachte, ausgebuddelte Fenchel aus Sizilien, so gut entwickelt hat. Jetzt, zu guter Letzt, war er ein paar Wochen in Pflege bei Francesca, einer waschechten Sizilianerin mit dem grünen Daumen. Nun ist er gut in Futter.



Die Sardellen von Kopf und Gräten befreit.


Semmelbrösel in der trockenen Pfanne geröstet.






Zutaten für 4 Pers.:

  • 400 g Spaghetti
  • 400 g Sardinen
  • wilder Fenchel
  • 1 Zwiebel
  • Knoblauch    nach Gusto
  • Chili    nach Gusto
  • gesalzene Sardellen    nach Gusto
  • 1 EL Rosinen   eingeweicht
  • 1 EL Pinienkerne
  • Semmelbrösel   geröstet
  • Safran   nach Gusto
  • Olivenöl
Zubereitung:

Die Sardinen/Sardellen ausnehmen und Kopf und Mittelgräte entfernen. Waschen, auf Küchenkrepp abtropfen lassen.
Den wilden Fenchel in Salzwasser blanchieren, kalt abspülen und klein schneiden.
In dem gleichen Kochwasser die Spaghetti al dente kochen.
In der Zeit Zwiebel und Knoblauch andünsten. Die gesalzenen Sardellen zufügen und unter Rühren auflösen. Rosinen, Pinienkerne und wilden Fenchel zugeben. Safran in Fenchelwasser auflösen und mit den Sardinen/Sardellen zu den restlichen Zutaten geben und köcheln lassen.
(Einige Sardellen zurück lassen für den Schauteller).
Die Spaghetti abgießen, mit dem Sugo vermischen und mit Semmelbröseln bestreuen.

Es gibt wie bei Allem zahlreiche Varianten des Gerichts. Z.B. mit Strattù, ohne Safran, ohne Chili, oder, oder, oder!
Allen gemeinsam sind jedoch die Frische der Produkte und die unverwechselbare Geschmackskombination von wildem Fenchel, Rosinen und Pinienkernen.

Buon Appetito!

Freitag, 10. Mai 2013

Rollmöpse auf sizilianisch oder Sarde a beccafica!




Ein schöner Anblick, ästhetische kleine Fischchen: Sardinen, direkt am Hafen in Aspra gekauft und gleich dort vom Fischer meines Vertrauens ausnehmen lassen. Genauso kaufe ich dort auch Sardellen. Wenn ich mir vorstelle, dass es bei einem Kilo eine Arbeit von 20 Min. ist, die nicht extra bezahlt werden muss, da kann es nur die Liebe zum Produkt sein.


Der Einkauf der guten Zutaten ist das Eine und die Zubereitung das Andere.
Die Füllung der Sardinen ist die gleiche wie z.B. für Melanzane/Auberginen, Pollo/Huhn oder Vitello/Kalb. Beim Fisch lasse ich den Käse weg und in diesem Fall auch die Tomaten.


Der Hauptbestandteil ist Molucca, das sind Brösel vom Hartweizenbrot. Brot spielt in der sizilianischen Küche eine große Rolle und somit bleibt auch immer ein Rest übrig und findet hier eine wunderbare Verwendung.

Zutaten: 
  • Brotbrösel
  • Olivenöl
  • Knoblauch
  • Rosinen
  • Pinienkerne
  • Petersilie, natürlich glatte
  • Spritzer Zitronensaft
  • Salz, Pfeffer und Chili nach Gusto

Zubereitung:

Die Zutaten zu einer festen Masse vermischen und je einen TL auf eine Sardine geben und einrollen.
In der Pfanne mit Olivenöl kurz ausbraten. Ein bisschen Füllung tritt immer aus und wird schön knusprig. Am besten schmecken die kleinen Rollmöpse direkt aus der Pfanne. Ich nehme noch einen Spritzer Zitronensaft extra dazu, das mag ich besonders gern.


Weil ein Kilo Sardinen mal wieder viel zu viel war, habe ich die anderen roh mariniert, also Allinguate.

Buon Appetito!

Montag, 7. Juni 2010

Sardinhas assadas, gegrillte Sardinen auf portugiesische Art!



Nun hat bei uns auch die Grillsaison begonnen.
Traditionell beginnen wir sie mit Sardinen
Wenn der Grill-Duft meergeschwängert über der Terrasse schwebt, ist die Grillseele glücklich.
Die Seelen der Nachbarn vielleicht nicht unbedingt.

Auf alle Fälle kommt Ferienstimmung auf.

Es gibt unterschiedliche Sardinen-Sorten.
Einmal die Mittelmeersardinen, sie sind klein, haben wenig Fett und sind ruck zuck gar.
Dann die Atlantiksardinen, sie sind größer, fettreicher, haben eine dickere Haut und brauchen etwas länger auf dem Grill.

Zutaten:

Sardinen, die Menge wird nach Appetit berechnet
grobes Meersalz  z.B. von der portugiesischen Atlantikküste
gutes Olivenöl z.B. „Azeite extra virgem“ aus Portugal
Zitrone, Weinessig
Salat, z.B. Lattuga
Tomaten, Kartoffeln
1 frische Zwiebel, ein paar schwarze Oliven
Pfeffer aus der Mühle

Die Sardinen können, müssen aber nicht ausgenommen werden. In Portugal lässt man sie ganz, sie bleiben dann beim Grillen schön saftig. Hat man aber ungeübte oder pingelige Sardinenesser am Tisch, nimmt man sie besser aus, äh, die Sardinen, nicht die Gäste.



Nun die kurz gewaschenen Sardinen nebeneinander auf eine Platte legen und mit einer guten Hand voll groben Meersalzes bestreuen. Das hält die Fische frisch und fest und das herrliche „Meer-Aroma“ wird noch unterstützt!
Das kann soweit vorbereiten werden, bevor die Gäste kommen, so stellt man sie in den Kühlschrank.
Falls die Sardinen doch ausgenommen wurden, schlage ich vor, das Salzen erst unmittelbar vor dem Grillen vorzunehmen. Die Fische sind ja dann geöffnet und es könnte zu viel Salz eindringen. Beim geschlossenen Fisch passiert das aber nicht.

Nun den Salat waschen. Die Kartoffeln unter fließendem Wasser bürsten, danach kochen oder grillen.
Den Salat auf Tellern verteilen, dazu kommen ein paar Scheiben Tomaten, ein paar Scheiben Kartoffeln, ein paar Zwiebelringe und Oliven, wenn man mag. Mit Salz und Pfeffer, Essig und Öl wird das Ganze zu einem sehr einfachen und -vorausgesetzt die Produkte sind von guter Qualität- sehr wohlschmeckenden Salat.


Als Aperitif zum leichten Weißwein gab es Tremoços. Also, wenn ich ehrlich bin, isst sie nur der Herr Geschmacksache. Diese kleinen Lupinenkerne kaufe ich eigens für ihn im portugiesischen Laden. Getreu dem portugiesischem Motto: niemals Alkohol trinken ohne zu essen.
Wenigstens einer ist Linientreu!


Ist die Kohle richtig glühend und die Gäste sind bereits eingetrudelt, die Sardinen auf den Grillrost legen.
Sie brauchen von beiden Seiten nur ein paar Minuten. Nicht zu oft drehen, sonst zerfallen die filigranen Geschöpfe. Keine Angst, dass sie zu dunkel werden, die Haut ist man ja nicht mit.


So saftig sind sie, wenn sie nicht ausgenommen wurden.



Die Sardinen werden mit dem Salat auf einem Teller serviert.



In Portugal bekommt man häufig dazu ein kleines Schälchen mit einer Mischung aus gutem Olivenöl und frischem Zitronensaft  gereicht, unbedingt versuchen!!
Zum Essen trinken wir, ganz stilecht, einen portugiesischen Roten.



Übrigens, dieses Gericht ist WDR2 Radio erprobt, siehe hier Grillen mit Gote und mir.

Bom Proveito!


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