Sonntag, 15. August 2010

Ein Kürbino namens Zappa, oder ein Kürbino kommt selten allein!

Ganz schön abgefüllt


Warum diese Kürbini "Zappa" heißen, könnt ihr hier nachlesen.

Der freundliche Hofladen-Verkäufer verkaufte mir diese Früchte als Kürbis, ich finde aber sie schmecken zur Hälfte nach Zucchino, deshalb habe ich sie kurzerhand umbenannt.  Außerdem ist das alles eine Familie.


Ich fand sie so dekorativ, dass ich sie nicht zerschneiden wollte und abfüllte sie darum.


Wie der Zufall es so wollte, hatte ich am Tag zuvor ein Huhn im Topf  -ich brauche immer Brühe für Risotti- und da blieb kaltes Huhn übrig.
Der letzte Satz mit dem kalten Huhn war jetzt speziel für Nata von pastasciutta, sie weiß schon warum.

Zutaten:
  • 3 Kürbini
  • 1 Zwiebel
  • Knoblauch
  • 1/2 Tasse Risottoreis
  • 2 Tasseb Hühnerbrühe
  • 1/2 Glas Weißwein für den Risotto
  • 1 Glas Weißwein für die Köchin, schön kalt
  • kaltes Huhn, gewürfelt
  • Salz, Pfeffer

Aus Zwiebel, Knoblauch, Reis, Wein und Brühe bereitete ich einen Risotto, würzte mit Salz vorsichtig, mit Pfeffer mutig und ließ ihn aber nur halbgar werden.
Das Innere der Kürbini konnte ich kaum verwenden, es war ziemlich wattig. Sie hatten beachtliche Kerne, obwohl sie nur 8-10 cm im Durchmesser hatten.
Diese, also die Kerne legte ich ordentlich zur Seite um sie später zu rösten. Das vergaß ich dann aber, so gibt es sie bei nächster Gelegenheit.
Das bereits gewürfelte Huhn vermengte ich mit dem Risotto und füllte die Kürbini knapp voll. Knapp deshalb, weil der Reis noch nachgarte und aufquoll.


Mit in die Form kamen ein paar Tomaten und ein guter Schuss Hühnerbrühe.
Für eine halbe Stunde schob ich die Reine in den Ofen bei 180° Umluft. Ganz zum Schluss fügte ich den restlichen Risotto zu, nur zum Erwärmen.
Das Huhn machte sich gut in den Kürbini. Wir haben's auch mit gehobeltem Parmigiano probiert, aber es musste nicht sein.


Buon Appetito!

    Donnerstag, 12. August 2010

    Lachsforelle im Salz!

    Neulich in der City auf dem Pracht-Boulevard in einem Straßencafé.
    Man saß zu zweit und ließ es sich gutgehen, nach Dienst natürlich.
    Plötzlich lief ein älterer Herr etwas aufgeregt über das graue Pflaster, mit zwei unterschiedlich großen Koffern an den Händen, vom Typ Trolly. Er sprach dann einen Radfahrer an, welcher daraufhin gleich vom Rad stieg.
    Der Angegraute bat um Hilfe, sein Zug würde in fünf Min. fahren und er befürchtete, es nicht mehr zu schaffen.
    Der freundliche Radfahrer nahm den größeren Koffer an sich, stieg wieder aufs Rad und fuhr los. Er sah kurz danach, dass der ältere Herr nicht mithalten konnte, blieb stehen, wartete auf den Grauen, tauschte das Fahrrad gegen den zweiten Koffer und beide düsten los.
    Der junge dratige Radfahrer war zu Fuß mit Koffern genauso schnell, wie der Ergraute  mit dem Fahrrad.
    Im Straßencafé redeten nun alle kreuz und quer miteinander, wir eingeschlossen. Alle sorgten sich.
    So vergaßen wir zwei Zeit und Raum und Abendessen.
    Zu gerne wüsste ich, ob der alte Herr den Zug noch erwischt hat, oder ob er mit dem Rad durchgebrannt ist, oder ob der knackige Radfahrermit den Koffern abgehauen ist?
    Tja, so ist der Pott und es nehmen alle Menschen Anteil am Schicksal der Anderen.


    Apropos Pott, so kam es, dass es dann zuhause, ein schnelles Essen gab. Ich möchte jetzt das böse Wort für schnelles Essen nicht nennen.


    Eine Lachsforelle unter Meersalz versteckt, im Backofen gegart. Da der Fisch gut ein Kilo hatte, brauchte ich 1.5 Kg Salz.


    In den Bauch, also den des Fisches, legte ich noch Knoblauch und Thymian. Ab in den Ofen, bei 180° für 40 Min. bei Umluft.


    Da staunte die Lachsforelle nicht schlecht.



    Dazu gab es Salat und sizilianisches Brot. Buon Appetito!

    Montag, 9. August 2010

    Die sieben Zwerge!


    Daran haben mich die Spitzmorcheln am Samstagabend erinnert.

    Im Frühling hatte ich frische Morcheln gekauft zu einem horrenden Preis. Das allein ist ja noch nicht strafbar, aber: der Geschmack fehlte ganz einfach. Sie schmeckten sehr neutral. Die gemeine Stinkmorchel ist eben auch nicht mehr das, was sie mal war.

    Als ich also jetzt diese getrockneten Spitzmorcheln in der Auslage eines Ladens sah, konnte ich wieder nicht wiederstehen. Ich brauchte sie als Ersatzbefriedigung für die Frischen, Geschmacklosen.
    Es bot sich ein Risotto an. Hühnerbrühe habe ich immer im Froster und Reis -in diesem Fall Vialone Nano- und Parmigiano waren auch im Vorrat.

    Zutaten:
    • 1 Tasse Reis
    • 7 kleine Spitzmorcheln
    • 1 Schalotte
    • 1 Glas Weißwein
    • Hühner Brühe, Einweichwasser der Morcheln
    • Butter
    • Salbeiblätter
    • Salz, Pfeffer
    • Parmigiano
    Die Morcheln etwa 10 Min.in warmen Wasser einweichen, abtropfen lassen und in Ringe schneiden. Das Einweichwasser durch eine Filtertüte gießen, um den Sand aufzufangen. Die Morcheln waren kaum sandig, was mich schon stutzig machte.


     Die Zubereitung eines Risotto's brauche ich wohl nicht extra zu beschreiben.


    Nach 20 Min. war der Risotto cremig mit leichtem Biss, wie ich in mag. Aber auch hier: kaum Pilzgeschmack. Das werden wohl auch Zuchtpilze gewesen sein. Zuchtpilze deshalb, weil der Geschmack weggezüchtet worden ist. Schade.


    Für einen guten Geschmack sorgte dann der Parmigiano. Buon Appetito!


    Schneewittchen und die 7 Zwerge

    Samstag, 7. August 2010

    Tomaten satt!



    Schon wieder Tomaten. 
    Ich konnte mich nicht beherrschen und habe eine ganze Kiste Tomaten auf dem Markt gekauft



    Ich hatte große Lust auf Tomatensauce


    Bei der Zubereitung kam ich mir vor wie eine italienische Mama
    .


    Schön langsam schmurgeln lassen


    Noch weiter, bis sie schön sämig war


    So, ich bin für den Winter gerüstet


    Bei so viel Arbeit bekommt man natürlich Hunger


    Von den Tomatenresten ließen wir uns eine köstliche Parmigiana schmecken.
    Buon Appetito!

    Donnerstag, 5. August 2010

    Tomaten, Tomatos, Tomatl, Tomatoes, Paradeiser, Pomodori, Pomarola!


    Wunderbare Tomaten gibt es im Sommer auf unserem Wochenmarkt. Hier die Andentomate, eine alte Züchtung, die heute wieder kultiviert wird.

    Kaum zu glauben, dass diese süßen Früchtchen Alkaloid Solanin enthalten und damit sogar giftig sind.
    Allerdings erst bei dem Verzehr ab 10 Kg pro Person am Tag!


    Eine Tomate kann schon mal über 500 g auf die Waage bringen, das reicht für eine Kleinfamilie.


    Die Andentomaten haben fast gar keine Kerne und überhaupt kein Glibberzeug's. Sie sind also gut für Salate, aber auch für Sughi's geeignet und schmecken vorzüglich.


     Ochsenherzen


    Aromatomaten


    Salat von der Andentomate


    Bruschetta mit Bach Blüten





    Aromatomaten aufgepeppt mit Oregano, Knoblauch und Kapern. Abgeguckt bei Nathalie von der Cucina Casalinga.


    Schmecken auch mit Bohnensalat und Hähnchenbrust.

    Buon Appetito!

    Mittwoch, 4. August 2010

    Zum Geburtstag bleibt die Küche kalt!


    Heute, zum Bloggeburtstag leiste ich mir etwas ganz süßes. Handgemachte Pralinen,
    aus der kleinen "Pott Schokoladenmanufaktur" in Dortmund.


    Die Entscheidung fällt mir allerdings recht schwer.


    Ach was, esse ich sie eben alle auf. Man (frau) gönnt sich ja sonst nichts.


    Buon Appetito!

    Sonntag, 1. August 2010

    Nachgekocht, aber doch ganz anders. Pasta mit Zucchini!


    Neulich habe ich bei Nata von  pastasciutta die Zucchini Pasta gesehen. Leider bringen meine eigenen Zucchini in diesem Jahr nur Blüten, aber keine Früchte hervor. So kommt es, dass wir schon reichlich Zucchiniblüten verspeisen konnten, na ja, reichlich heißt zwei oder drei auf einmal. Wobei die dritte immer geteilt werden muss, was sich manchmal schwierig gestaltet. Das ist dann so wie bei Loriot mit seinem Kosakenzipfel.
    O.K. der Herr Geschmacksache und ich geraten da immer nur in einen ganz kleinen Streit, meistens verzichte ich dann auf die größere Hälfte, man (frau) ist ja gnädig.

    Lachs hatte ich nicht dazu wie Nata, aber ein schönes großen Kalbsschnitzel. Und statt der Avocadocreme hatte ich Zucchinipesto. Ich sagte ja bereits, eigentlich ganz anders.

    Zutaten:
    • schöne feste Zucchini
    • 1 Kalbsschnitzel
    • 160 g Pappardelle
    • 2 EL Ricotta
    • 1 TL Senf
    • Knoblauch
    • Basilikum, Lorbeerblätter
    • Salz, Pfeffer
    • Fleischfaden

    Das Schnitzel plattierte ich mit meinem eigens von meinem Schwager angefertigten Fleischklopfer.
    Solche Verwandtschaft kann man gebrauchen.
    Das flache Schnitzel mit Senf einstreichen, salzen und pfeffern. Die Ricotta  mit Basilikum und Knoblauch vermischen und auf das Fleisch streichen.
    Mit Fleischfaden verschnüren und in Olivenöl ringsherum anbraten.


    Da die Kalbsroulade ein paar Löcher hatte, habe ich sie 15 Min. bei 180° Umluft, in Alufolie eingewickelt weitergegart und ließ sie anschließend noch 10 Min. ruhen. Die köstliche Füllung blieb, trotz diverser Löcher, dank der Folie, erhalten.


    Für den Pesto:
    • das Innere der Zucchini
    • Pinienkerne, geröstet
    • feinstes Olivenöl
    • Salz, Pfeffer, Chili
    • Basilikum, Knoblauch

    Wärend der kleine Braten vor sich hin schmurgelte machte ich mich an die Zucchini. Waschen und in Streifen schneiden. Nur aussen herum, so, dass immer etwas Grünes dabei war. Nicht nur weil es schöner aussah, sondern die Streifen waren dadurch auch fester.


    Von dem Inneren der Zucchini machte ich dann den Pesto.


    Die Pasta mit Pesto, gedünsteten Zucchinistreifen und der sanft gegarten  Kalbsroulade anrichten. Durch die Füllung ist das Fleisch schön saftig geblieben.


    Am nächsten Tag gab es dann eine kleine Pasta nur mit Zucchinipesto.


    Buon Appetito!

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