Freitag, 18. Dezember 2009

Nochmal Weihnachtsgeschenke, und zwar für Kurzentschlossene!

Es ist jetzt eine gute Zeit um Zitrusfrüchte einzumachen.  Zitronen- oder Orangenmarmelade z.B. Zitrusfrüchte kommen zur Weihnachtszeit knackig und frisch aus Südeuropa.
Ich habe heute einen konfierten Tipp für Euch. Ruck zuck habt Ihr ein schönes Geschenk.

Konfierte Zitronen

1 ungespritzte, unbehandelte Zitrone
Saft von einer Zitrone
125 g Meersalz
500 ml Wasser
1 Schraubglas, möglichst nicht viel größer als die Zitrone

Wasser mit Salz aufkochen und abkühlen lassen.

1.Variante

Die Zitrone mit einem scharfen Messer ringsherum kreuzweise einschneiden. In das Schraubglas legen, mit der Salzlake und dem Zitronensaft übergießen. Das Glas verschließen.

2.Variante

Die Zitrone quer in etwa 5 mm dünne Scheiben schneiden. Wieder zusammengelegt ins Schraubglas geben und genauso verfahren wie bei der 1.Variante.
Beide Varianten müssen mindestens 3 Wochen durchziehen!

Wenn mal keine eingelegten Zitronen mehr vorrätig sind, und man braucht diese unbedingt für ein Gericht, gibt es noch die
3.Variante, die schnelle.

Dazu die Schale von 1 Zitrone abschälen, fein würfeln, mit Salz und Zucker zu gleichen Teilen bestreuen und über Nacht kühl stellen. Am nächsten Tag Salz und Zucker abspülen und das Zitronenconfit verwenden. (Salz und Zucker entziehen Wasser und Bitterstoffe) Es hat noch nicht den intensiven Geschmack, ist aber schon ganz prima.

Genauso geht’s natürlich auch mit Orangen, Limetten....

Ein passendes Rezept dazu findet Ihr hier, Zitronen Spaghetti. Auch zu sämtlichen Fisch- und Geflügelgerichten passt es hervorragent. Ich komme in meiner Küche gar nicht mehr ohne konfierte Zitronen aus. Sie machen jede Speise leicht und frisch.

Sonntag, 13. Dezember 2009

Kochen mit Freunden!


Vor wenigen Tagen war ich eingeladen, mit Freunden in der Academy Kochstudio der G Data an der Kö in Bochum mit zukochen. Die G Data, betreibt eine Profiküche für Geschäftspartner, Mitarbeiter und Freunde. Man findet sich dort regelmäßig ein. Es ist eine wahre Lust, in dieser Küche zu Kochen.
Beruflich bedingt kam ich an diesem Abend später, man hatte schon mit den Vorbereitungen begonnen, so hatte ich das Amuse-gueules leider verpasst. Es war eine Trockenpflaume, eingeweicht in Sherry, gefüllt mit weiß ich nicht und mit Speck umwickelt.
Danach gab es die erste Vorspeise. Spinat und feine Blutwurst, eingerollt in knusprigem Brickteig , dazu ein kleines Sößchen aus Himbeergelee, Portwein und Balsamico. Als Auftakt für mich sehr gut und sehr stimmig. Leider kein Foto gemacht.
Dann gab es eine Komposition von Ziegenkäse auf Weißbrottalern gratiniert, angerichtet auf Feldsalat mit einer Johannisbeer-Senf-Vinaigrette. Wunderbar frisch.
Als Süppchen stand der Hokkaido zur Verfügung. Er wurde mit Süßkartoffeln gekocht, püriert und mit Curry und Kokossahne verfeinert. Abgeschmeckt mit Piment d'espelette. Zum Schluss wurde auf dem Süppchen noch ein Faden Kürbiskernöl gezogen und mit Zimtcroutons serviert. Auch hier, optisch und geschmacklich, sehr harmonisch.
Zur Hauptspeise gab es frische Thunfischsteaks in Teriakisauce. Dazu gab es ein Kartoffel-Wasabi-Pürée. Ein schönes Farbenspiel und eine angenehme Explosion im Mund, köstlich.
Das Dessert, ein cremiges Zimteis, aufbereitet im Paco-Jet  -was für ein Gerät- mit warmen Portweinpflaumen, garniert mit gehackten Pistazien. Alles zusammen ein wahres Festessen.
Zu erwähnen ist noch, dass es zu jedem Gang einen ganz ausgezeichneten Wein gab. Die Hausherren sind wahre Weinkenner und kaufen nur Weine, die handwerklich gemacht und biologisch angebaut wurden. Echt Slow Food also. Industriell hergestellte Weine kommen dort nicht in den Keller und schon garnicht auf den Tisch. Ich erinnere mich gerade noch an den Dessertwein, es war ein wunderbarer, vollmundiger Recioto aus dem Veneto.
Beim nächsten Mal werde ich alle Weinetiketten ablichten, versprochen.
Dieser Abend war ein wahres Erlebnis!

Dienstag, 8. Dezember 2009

Die ersten Weihnachtsgeschenke!

Stellt Euch vor, es ist Weihnachten und Ihr habt kein Geschenk. Das Geld ist knapp und die Wirtschaft  immer noch in der Krise. Da gibt's nur eines, ab in den Abstellraum und nach leeren Schraubgläsern schauen. Es gibt soviele Möglichkeiten Gläser oder Tüten mit Dingen aus der Küche zu füllen.
Am 17.11 schrieb ich hier über Senf. Das ist schon mal eine Idee. Und sonst sind Gewürzmischungen immer sehr willkommene Geschenke für Feinschmecker, und die, die es werden möchten.
Heute schreibe ich mal meine Curry Rezepte auf, besser gesagt meine Curry - Mischungen. Denn Curry ist ja kein Gewürz, sondern immer eine Mischung. Zu jeder Speise eine andere, eigene Gewürzmischung zu verwenden, das ist doch richtig spannend.
Hier ein paar Anregungen.
 
Posted by Picasa
Currymischung asiatisch

2 EL Korianderkörner, 1/2 EL Kreuzkümmelsamen, 1/2 TL schwarze Pfefferkörner, 1/2 TL Fenchelsamen,
1/2 TL Bockshornkleesamen, 3 grüne Kardamon Kapseln, 1-2 Chilischoten, 1 Stck. getrockneter Ingwer,
1 Stck. getrocknetes Zitronengras, 1/2 TL gemahlene Kurkuma.

Currymischung orientalisch

2 EL Korianderkörner, 2 EL Kreuzkümmelsamen, 1 TL schwarze Pfefferkörner, 1 TL schwarze Senfkörner, 1/2 TL Fenchelsamen, 1/2 TL Bockshornkleesamen, 1/2 TL Süßholzraspeln, 2-3 Chilischoten, 4 getrocknete Curryblätter, 3 getrocknete Minzeblätter, 3 Gewürznelken, 1/2 Zimtstange, 1 TL gemahlene Kurkuma, 1/2 TL Rohrzucker.

Gewürzmischung regional

1 TL Korianderkörner, 1 TL weiße Senfkörner, 1 TL weiße Pfefferkörner, 1 TL Gewürznelken,
1 TL Zimtblüten, 1 TL Pimentkörner, 1 TL Wacholderbeeren, 1 Chilischote, 2 getrocknete Lorbeerblätter.

Die Zubereitung der Gewürzmischungen ist immer die gleiche. Die Körner, Stücke und Schoten werden in der trockenen Pfanne angeröstet bis sie duften. Kurz abkühlen lassen und dann im Mörser grob oder fein, je nach Verwendungszweck, zermahlen. Die Blätter ebenfalls mörsern.
Zum Schluss das Pulver dazu geben, alles gut mischen, in Schraubgläser oder Cellophantüten füllen.
So hat man schöne Geschenke für Freunde und immer einen guten Vorrat.

Buon Appetito und frohe Weihnachten!

Sonntag, 6. Dezember 2009

Schade für Bochum!


Seit wenigen Tagen ist mein Lieblingsitaliener Giuseppe Avolio mit seinem Magazzino del Caffe vom Nordring nicht mehr in Bochum zu finden. Ich finde das sehr schade, hatte ich mich doch sehr daran gewöhnt, mal eben zwischen Shoppen und Arbeiten einen wunderbaren Espresso zu trinken. Bei der Gelegenheit erfuhr ich auch gleich die neuesten Kaffeegeschichten und wurde über neue Kaffesorten informiert.
Giuseppe hat sich nun entschlossen, sich ganz seiner Leidenschaft hinzugeben. Er ist jetzt nur noch als Barista on tour, und das europaweit. Man kann es ihm nicht verübeln, er macht wirklich nicht nur den besten, sondern auch den schönsten Caffé und Cappuccino.
Ein kleiner Trost bleibt aber, man kann telefonisch oder online nach wie vor beste Espressobohnen bei ihm bestellen und wird auch weiterhin gut beraten!


Danke Giuseppe, dass Du drei Jahre für Deine Freunde und Kunden da warst.

Adresse steht zwar oben, aber hier noch mal zum mitschreiben!
http://www.magazzinodelcaffe.de/

Montag, 30. November 2009

Urlaub auf Porto Santo!


Ich trieb mich fast den ganzen November in der Azorenbucht herum, hauptsächlich auf der zauberhaften Insel Porto Santo. Damit kam ich einer Einladung nach, die vor mehr als zehn Jahren von Freunden ausgesprochen wurde. In diesem Urlaub wollte ich also mal schauen, wo das Wetter gemacht wird, aber nicht nur das. Natürlich war ich als Gernesserin auch neugierig auf die Portosantuanische Küche.
Meine Freunde Carmo und Americo haben 30 Jahre lang in Deutschland gelebt und gearbeitet und sind vor etwa elf Jahren in ihre Heimat Porto Santo (Madeira) zurückgegangen. Kennengelernt habe ich die Beiden in ihrem portugiesischen Restaurant in Gelsenkirchen - Ückendorf namens "Estrella" (Stern) - wenn das kein Zufall war-!

Carmo kocht ganz ausgezeichnet, hauptsächlich regional und immer frisch, Slow Food - like also. Fisch ist ihre Spezialität. Davon durfte ich mich in diesem Urlaub reichlich überzeugen.

Gleich nach der Ankunft -nur kurz ein wenig frisch gemacht- wurde zum "Jantar" (Abendessen) geläutet.

Als Vorspeise hatte Carmo eine sämige Sopa de Peixe, Fischsuppe zubereitet. So kannte ich sie bisher nur aus Frankreich. Zwiebeln und Gemüse hat sie mit kleinen Fischen mit Haut und Gräten gekocht und später durchpassiert. Mit Korianderblättchen garniert und mit frischem Knoblauchbrot serviert. Köstlich!

Zur Hauptspeise gab es natürlich auch Fisch -einer der bekanntesten Fische auf Madeira und Porto Santo ist übrigens der Espada, der schwarze Degenfisch. Das ist sozusagen das tägliche Brot der Portosantuenser und Madeirenser-.
Diesen gab es aber heute nicht, sondern es gab zur Feier des Tages etwas Besonderes. Einen Pargo ,also eine Seebrasse, natürlich auch aus dem Atlantik, was sonst. Was dort auf dem Tisch stand, ließ das Feinschmeckerherz höher schlagen. Es war ein kapitaler Pargo von über 3 kg, er wurde im ganzen im Ofen gebacken, also assado zubereitet. Mit einer gemüsigen Tomatensauce, in der auch Kartoffeln schwammen, wurde er in einem Bräter präsentiert. Was für ein Anblick!

Zu trinken gab es dazu einen frischen Vinho branco, was braucht man mehr.

Zum Dessert aßen wir ganz schlicht Früchte aus dem eigenen Garten. Als da waren: verschiedene Sorten Maracuja, Mangos, Papajas, Feigen und noch ein paar andere, deren Namen ich mir nicht gemerkt habe. An diesen Früchten habe ich mich täglich gelabt.

So konnte der Urlaub ja nur gelingen, es waren 26° im Schatten.

Bom Apetito!

Posted by Picasa

Impressionen aus Porto Santo!


.






Dienstag, 17. November 2009

Noch einmal Kürbis, diesmal Senf!

Neulich hörte ich im WDR2 Radio ein Rezept von Helmut Gote für Kürbispesto.

Das hat mich veranlasst, mal meinen Kürbis - Senf dazu zugeben!


Senf Grundrezept

150 g gelbes Senfmehl
250 g Kürbispürée, z.B. vom Hokkaido
10 g Salz
50 ml Weinessig
50 ml Wein
50 ml Wasser
40 g Zucker oder Honig

Zuerst das Kürbispürée zubereiten. Den Kürbis in grobe Stücke schneiden, vorher die Kerne samt dem wattigen Inneren entfernen. Schälen ist beim Hokkaido nicht notwendig. Er ist aus der Familie der Zucchini, und die schält man ja auch nicht. Mit wenig Salz und etwas Wasser zu Brei kochen. Entweder mit dem Schneebesen glatt schlagen oder durch ein Sieb rühren. Abkühlen lassen.
Essig, Wein und Wasser mit Salz und Zucker aufkochen und abkühlen lassen. Senfmehl unterrühren. Falls Honig verwendet wird diesen jetzt erst zufügen und nicht mit kochen lassen. Die Konsistenz der Senfpaste wird durch die Flüssigkeitsmenge bestimmt. Also nicht gleich die ganze Menge zugießen.
Die Masse abdecken und über Nacht kühl stellen. Noch nicht endgültig abfüllen, da die Senfpaste nachdickt. Es ist also möglich, dass später noch Flüssigkeit zugegeben werden muss.
Nach 2 – 3 Tagen den Senf abschmecken, die Konsistenz prüfen, evtl. mit Flüssigkeit ausgleichen und in sterilisierte Gläser füllen.
Dieses Rezept lässt sich unendlich sowohl farblich, als auch geschmacklich variieren. Mit Kräutern wie Bärlauch, Basilikum, Estragon, Knoblauch oder Gewürzen wie Meerrettich, Kurkuma, Paprika, Chili, Zimt, Ingwer. Oder auch Fruchtsaft oder -mark, z.B. Feige oder Quitte, Balsamessig, Rotwein.
Dabei ist zu beachten, dass die Flüssigkeits- und Säuremenge die oben angegeben ist entsprechend verändert werden muss. Also Kürbis kann viel Säure vertragen. Quitten oder Rhabarber dagegen sind fruchtig bis säurehaltig, also Vorsicht mit Essig!
Mag man den Senf superscharf, verwendet man schwarzes Senfpulver, oder halb und halb. Soll der Senf rustikal sein lässt man Senfkörner über Nacht in Wein oder Wasser aufquellen und mischt sie ganz oder geschrotet unter die Senfpaste. Da kann man der Phantasie freien Lauf lassen.
Jetzt vor Weihnachten lohnt es sich eine größere Menge zu machen. Es sind hübsche kleine Geschenke, die doch wirklich keine Arbeit machen. Der Senf reift ja quasi von alleine. Und bei der nächsten Familienfeier kann jeder mal seinen Senf dazugeben.

Der Senf ist kühl aufbewahrt ca. 4 – 6 Monate haltbar, wenn er nicht vorher verzehrt wird!

Buon Appetito!

LinkWithin

Related Posts with Thumbnails
http://www.linkwithin.com/install?platform=blogger&site_id=165067&url=http%3A//reinegeschmacksache.blogspot.com/&email=boncibus%40googlemail.com