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Dienstag, 3. September 2013

Pistazien-Mousse mit Zwetschgen-Sorbet und Brombeersauce!





Zunächst einmal herzlichen Glückwunsch liebe Zorra zu "9 Jahre Kochtopf". Eine unglaubliche Leistung, mehrmals in der Woche zu posten. Außerdem bist du ja auch noch bekannt für deine immer wiederkehrenden Blog-Events.



Da es hier von mir eine Süßspeise gibt, möchte ich gerne mit Caffè darauf anstoßen.
Auf deine nächsten kreativen Jahre..............

Liebe Zorra, zu deinem Blog-Event "Neuauflage Braun Food-Blogger Kochbuch" gibt es von mir eine:
Pistazien-Mousse mit Zwetschgen-Sorbet und Brombeersauce
Das passt gut in die Jahreszeit und man benötigt sowohl einen Mixstab als auch einen Handmixer.



Für die Creme:
  • 3 Eigelb
  • 75 g Zucker
  • 250 ml Milch
  • 100 g Panetto di Pistacchio ( Pistazien-Marzipan-Rohmasse )
  • 2 Blatt weiße Gelatine
  • 250 ml Sahne
Das Eigelb mit dem Zucker gut verrühren und langsam mit der Hälfte der warmen Milch vermischen.
Auf dem Feuer bis zur Rose schlagen.
Die restliche Milch mit der Pistazienrohmasse anwärmen und glattrühren. Das geht am besten mit dem Mixstab. Die eingeweichte Gelatine ebenfalls dazugeben und glattrühren.


Die geschlagene Sahne locker unterheben, in Förmchen einfüllen und in den Kühlschrank stellen.

Für die Sauce:
  • 200 g Brombeeren
  • 50 g Zucker
  • 30 ml Portwein, Traubensaft oder Zibibbo
Für die Sauce die Zutaten zusammen aufkochen, köcheln lassen, bis die Brombeeren weich sind.
Anschließend durch die flotte Lotte streichen und abkühlen lassen.
Den Zibibbo hatte ich noch von meiner Sizilienreise im Vorrat. Sonst hätte ich Portwein genommen.




Für das Zwetschgen-Sorbet: 

  • 500 g Zwetschgen 
  •  3 El Zucker ich nehme braunen 
  • 1 Eiweiß
  • 1 Schuß Rotwein, Zibibbo oder Traubensaft 
  • 1 Zimtstange 
  • 2 Nelken 1 Sternanis 
  • etwas Zitronenabrieb 

Die Zwetschgen entsteinen und mit den Zutaten etwas 10 Min. köcheln lassen. Danach die Zimtstange und die Nelken herausfischen.


Das Eiweiß steif schlagen und das Zwetschgenpüree unterheben. Natürlich funktioniert ein Sorbet auch ohne Ei, aber so ist es unglaublich softig und hat mehr Stand. Die Cremigkeit erinnert an Softeis.



Zum Anrichten die Mousse auf flache Teller stürzen, das Sorbet dazu geben und mit Brombeersauce und ein paar Früchten anrichten.

Buon Appetito!

9 jahre kochtopf Blog-Event - Smart Speed Kitchen (Einsendeschluss 15.9.2013)


Sonntag, 6. Februar 2011

Torrone-Parfait, Archiv Rezept!


Da ich dieses Dessert gestern mal wieder zubereitet hatte, nicht aber geknipst habe, nehme ich es aus dem Archiv.
Gerne mache ich dieses schnelle Parfait. Wenn mich der süße Zahn drückt, dann muss es aber sofort sein, mit der Umsetzung. Denn wenn ich etwas nicht habe, dann ist das Geduld.
Vor Jahren habe ich's mal bei Martina Meuth und Bernd Neuner-Duttenhofer in der Servicezeit Essen & Trinken im WDR Fernsehen gesehen. Das Torrone-Parfait. Nur Torrone und Sahne. Das gibt's doch nicht, nur zwei Zutaten?
Gelegentlich wandle ich es ab und gebe entweder: Schokostückchen, Spekulatius, Cantuccini oder  Muskazinen dazu. Was gerade zur Hand ist.
Hier aber jetzt die pure Version.

Zutaten:
  •  150 g Torrone
  •  250 ml Sahne
Die Sahne steif schlagen.




Torrone im Mixer zerkrümeln. Das macht einen Höllenlärm. Sensible Gemüter können ja mit  dem Nudelholz  arbeiten.
Diese Torrone oder den Nougat hatte ich beim Aromafänger gekauft, er war zu weich für den Cutter, deshalb habe ich ein großes Messer genommen und von Hand gearbeitet.




Die geschlagene Sahne locker unterheben und die fertige Masse in Portionsförmchen oder in eine Kastenform einfüllen, und einige Stunden gefrieren lassen.

Fertig. Ich glaube, das ist das schnellste Dessert der Welt und dabei unglaublich lecker.



Zum Anrichten das Parfait aus der Form oder den Förmchen lösen.Oder einfach gleich aus dem Glas löffeln.
Beim oberen Foto ist Schoko-Balsamico-Sauce im Spiel und bei der Version im Glas sind kleine Torrone/Nougatstückchen mit Ingwer oben auf.

Buon Appetito!

Mittwoch, 25. August 2010

Ein kulinarisches Rätsel!


Was haben Heino und ich gemeinsam?
Gut, Ihr kennt mich jetzt nicht wirklich. Aber ich versichere Euch, dass es keine äußerlichen Gemeinsamkeiten gibt. Er ist Wasserstoffsuperoxyd blond und ich bin haselnussbraun. Dann ist er ein ewiger Sonnenbrillenträger, ich nur bei Sonnenschein.
Also, ich verrate es Euch.
Heino und ich haben den gleichen Geschmack. Nicht wenn es um Musk geht, nein Gott bewahre. Da geht unser Geschmack weit auseinander. Haselnüsse esse ich zwar gern, aber dass man dann auch noch ein Lied darüber singt, nein das verstehe ich nicht.
Nein, wir haben den gleichen Geschmack, wenn's um Kaiserschmarrn geht.
Durch Zufall sah ich Heino mit Bio gemeinsam kochen. Ist schon 'ne Weile her, verdammp lang her sogar.
Das Rezept habe ich mir aber gemerkt: Kaiserschmarrn mit Zwetschgenröster.

Hat man schon mal so kleine Eier gesehen?

Zutaten:
  • 3 Eier
  • 120 g Mehl
  • 1/4 l Milch
  • 2 EL Zucker
  • Prise Salz
  • Butter  zum Backen
  • Puderzucker  zum Bestreuen

Im Originalrezept werden noch in Rum eingelegte Rosinen und Mandelsplitter verwendet. Darauf verzichte ich aber. Auch steht im Rezept, man könne fertige Zwetschgen aus dem Glas nehmen. Mein lieber Scholli, äh Heino, gut das ich das nicht ernst nehme.

Für den Zwetschgenröster:
  • 500 g Zwetschgen
  • 3 El Zucker  ich nehme braunen
  • 1/2 TL Vanillezucker  selbstgemacht
  • 1 Schuß Rotwein oder Traubensaft
  • 1 Zimtstange
  • 2 Nelken
  • 1 Sternanis
  • etwas Zitronenabrieb

 Die Zwetschgen entsteinen und mit den Zutaten etwas 10 Min. köcheln lassen. Danach die Zimtstange und die Nelken herausfischen.

Eier ohne Eigelb, ist das jetzt eine Neuzüchtung, oder was? Vielleicht ein Light Produkt?
Die Eier trennen, das Eiweiß steif schlagen und beiseite stellen. Da war ja nicht viel Eiweiß zum verkleppern.
Eigelbe mit den anderen Zutaten glattrühren, 15 Min. ruhen lassen.
In der Zeit hat man die Chance, die Espressomaschine  vorzuheizen.
Unter den ausgeruhten Teig das Eiweiß heben.

In der Pfanne ein dickes Stück Butter zerschleichen lassen und den fluffigen Teig dazu geben. Den Deckel auflegen und ganz langsam den dicken, fetten Pfannkuchen backen. Ist er von unten braun, umdrehen. Keine Sorge: wenn er dabei zerbricht, er wird ja zum Schluss - also, wenn er fertig gebacken ist - zerrissen.
Entweder mit zwei Gabeln oder, wie ich es mache, mit  Holzlöffeln, um die Pfanne zu schonen.


Mit dem lauwarmen Zwetschgenröster anrichten und mit Puderzucker bestäuben. Das Gefühl auf der Zunge, federleicht wie ein Wölkchen. Jetzt aber den Espresso nicht vergessen.

Und jetzt habe ich noch eine Frage: warum heißt der Zwetschgenröster Röster? Ist doch nichts geröstetes daran.


Der Herr Geschmacksache hat seinen heißgeliebten Speckpfannkuchen bekommen.
Ja mit Speck fängt man Mäuse

Buon Appetito!

Freitag, 4. Juni 2010

Ein kleines Spargel Menü, zum meteorologischen Sommeranfang!



Zurück vom Feiertagseinkauf auf dem Spargelhof überlegte ich mir den Speiseplan des Tages. 
Ich entschied mich für's Kochen nach Bildern.

Als Vorspeise gab es  "Spargel Bruschetta"


als Zwischenspeise eine "Spargel Frittata"



als Hauptgang "Spargel klassisch".



zum Dessert gab es Erdbeeren  -die ersten deutschen und zwar aromatisch-  mit Vanillecreme.


Buon Appetito!

Mittwoch, 26. Mai 2010

Einmal Karlsbad und zurück!


http://www.133premier.cz/miranda2/export/sites/www.133premier.cz/cs/regiony/zapadoceske-lazne/foto/01-Karlovy-Vary.JPG




http://www.europa.sachsen.de/img/freistaat/413_Tschechien.jpg


Für ein paar Tage weilte ich in Karlsbad ( tschechisch Karlovy - Vari ) zu einem Familienfest.
Es ist ein Kurbad voller Nostalgie, dem man leider noch immer sehr stark den Sozialismus ansieht.
Inzwischen sind immerhin viele alte und schöne Häuserfassaden renoviert und restauriert worden, aber der morbide Charme ist immer noch präsent. Man kann nur ahnen, wie reich diese Stadt einmal gewesen sein muss.

Auch das ist Karlsbad!

 
Ich war bereits einmal dort, vor acht Jahren, und es gibt im Gegensatz zu damals sogar ein paar ganz gute Lokale mit regionaler Küche, die nicht ganz so deftig sind. 



Knödel und Frittaten in allen Varianten, von süß bis salzig sind vertreten. Man is(s)t ja in Böhmen.  


Natürlich gibt es dann viel Fleisch mit nochviel mehr Sauce dazu, wie es sich zu guten Knödeln gehört.




Am meisten beeindruckt haben mich die "Powidltatschkerln", mit köstlichem Pflaumenmus gefüllt, die ich am liebsten gleich nochmal verschlungen hätte.





In den Lokalen war es leider immer sehr dunkel, so dass die Fotos mit meiner Amateur-Kamera allesamt nicht zufriedenstellend wurden.






Der Höhepunkt in einigen Lokalen ist immer noch das Flambieren, die 60er Jahre lassen grüßen.





Hier ein paar Späzialitäten/Souvenirs aus Karlsbad, die man unbedingt kaufen sollte:
 
Zuerst einmal die berühmten "Karlsbader Oplaten"




Dann den Kräuterschnaps "Becherovka" , hierüber gibt es sogar ein Museum.



Hier die Sprudelwasser-Becher (sehen aus wie Schnabeltassen), die es in unzähligen, meist leider in recht kitschigen Varianten gibt.





Na zdravi!

Samstag, 13. März 2010

Joghurtbombe!


 

Von meiner Sportkollegin Barbara H. aus H. bekam ich vor einiger Zeit dieses Rezept. Es sollte etwas ganz besonderes sein, so sagte sie mir. Na ja, man hört wohl einiges. Einfach nur Joghurt, Zucker und Sahne, das kennt man doch.
Jetzt also, brauchte ich ein einfaches und doch besonderes Dessert. Also probierte ich es aus.

500 g Natur-Joghurt, ich nahm 10%igen türkischen, -man gönnt sich ja sonst nichts-
60 - 80 g Zucker
1-2 TL Vanillezucker
200 ml Schlagsahne


3 Stangen roter Rhabarber
Boysenbeeren
Zucker und Vanillezucker nach Gusto


Zubereitung

Joghurt, Zucker und Vanillezucker hatte ich in eine Schüssel gegeben und miteinander verrührt.
Die Sahne steif geschlagen und unter die Joghurtmasse gehoben.
Ein Sieb dann mit einem Geschirrtuch ausgelegt, auf eine größere Schüssel (dient als Ablauf) gestellt.
Die Masse in das Sieb gefüllt und über Nacht in den Kühlschrank gestellt.

Den Rhabarber gewaschen, nicht geschält, -sonst verliert er seine schöne rote Farbe-, und schräg in 1 cm große Stücke geschnitten. Mit Zucker einmal aufkochen lassen und sofort von der Feuerstelle genommen.
Er sollte noch stückig bleiben.

 
Separat die Boysenbeeren mit Zucker zu Brei gekocht. Mit dem Zauberstab die Beeren zermust und zum Rhabarber gegeben.
Nochmal mit etwas Vanillezucker abgeschmeckt
Genauso ginge es natürlich mit einer roten Grütze, aber ich fand jetzt die Kombination von winterlichen Boysenbeeren mit frühlingshaftem Rhabarber ganz gut.


Am nächsten Tag war die Joghurtmasse fest geworden und unglaublich luftig. Sonst kriegt man das nur mit Gelatine hin. Einen großen Schluck feinster Molke hatte ich gewonnen.
Die Joghurtbombe stürzte ich auf eine Platte und die Früchte drappierte ich drumherum.


Liebe Barbara, herzlichen Dank für dieses köstliche Dessert.
Der Salbei ist nur Dekoration.

Buon Appetito!

Samstag, 2. Januar 2010

Die Waffeln des Herrn Geschmacksache, welche eigentlich Hörnchen sind!

Das ist seit Jahrzehnten ein Diskussionspunkt zwischen Herrn G. und mir. Sind es nun Waffeln oder Hörnchen. Also für mich sind es natürlich Hörnchen oder Eiserhörnchen. Aber Herr G. bleibt ganz stur bei seiner Bezeichnung. Na egal, Hauptsache lecker!
Auch werden diese leckeren Dinger nur einmal im Jahr gebacken, immer nur zwischen den Jahren. Das ist Tradition. In Ausnahmefällen lässt er sich erweichen und backt schon mal vor Weihnachten, aber das ist dann eine Besonderheit.
Hier ist sein Rezept. Er hat es von seiner Mutter übernommen, nur etwas verschlankt.
Natürlich wird auch nur im alten Eisen gebacken, auch von der Mutter.

65 g Butter, davon 20 g Salzbutter
180 g Zucker, davon 50 g brauner Rohrzucker
1 flacher TL Vanillezucker
2 Eier
250 g Weizenmehl
250 ml Wasser
125 ml Mineralwasser oder auch etwas mehr
Speckschwarte oder Sonnenblumenöl

Die Butter rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen, damit sie bei der Verarbeitung schön weich ist.
Butter schaumig rühren und nach und nach etwas Zucker, den Vanillezucker, die Eier und den Rest des Zuckers hinzugeben.
Das gesiebte Mehl abwechselnd mit dem Wasser unterrühren. Soviel Wasser verwenden, daß der Teig ziemlich dünn ist.
Danach den Topf abdecken und bis zu 2 Stunden kühl ruhen lassen.
Den Teig in nicht zu großen Mengen in das gut erhitzte und eingefettete Eisen füllen und goldbraun backen.
Die Blätter schnell aus dem Eisen nehmen und noch heiß zu Röllchen oder Tütchen wickeln.
Damit die Waffeln knusprig bleiben, wenn sie abgekühlt sind, in gut schließende Blechdosen legen. Zwischen jede Lage eine Schicht Butterbrotpapier legen.

Die ganze Familie wartet dann bereits auf die ersten Röllchen, sie sind einfach köstlich.

Je nach Menge des Wassers und der Konsistens des Teiges kann man bis zu 60 Waffeln backen. Man sollte jedoch ruhig die ersten zwei Exemplare aus dem Eisen entsorgen, wegen der evtl. alten Ölreste in den Rillen des Eisens.

Mittwoch, 7. Oktober 2009

Heute mal Krokant für Mathematiker!


In allen Parks, Stadtgärten und Wäldern liegen jetzt neben und unter Blättern auch Eicheln, Kastanien und Bucheckern auf dem Waldboden. Und jetzt, wenn man genau hinschaut, sieht man ihn wieder:
"Den gemeinen Bucheckernsammler".
Kaum ein Besuch an diesen Örtlichkeiten, ohne ihn zu sichten. Ganz schlau geht er vor. Nicht nur einfach aufsammeln, sondern bewaffnet mit Schüppe und Handfeger geht er hier seiner Berufung nach.
In meiner Wohngemeinschaft gibt es auch so ein Sammlerexemplar. Ist er dann von dem Beutefang zurück, begibt er sich an sein Werk: das Auspuhlen der Eckern. In stundenlanger Knibbelarbeit schafft er in einer halben Stunde gerade mal 15 Gramm der köstlichen Kerne (oder aber: aus 250 g Eckern wurden nach 210 min 150 g nackte Kerne).
Sind endlich alle geschafft, an erster Stelle der Sammler selbst, wird ein Karamell hergestellt.
Dazu nimmt man etwa zu gleichen Teilen Zucker und Bucheckern, in diesem Fall je 150 Gramm  -genauso verfahren wie früher bei der Herstellung von Karamellbonbons, das hat doch wohl jeder von Euch schon mal gemacht-.
Ist der Zucker flüssig und schön hellbraun, gibt man die Bucheckern in den Topf. Schnell umwenden und auf eine Platte streichen, die zuvor mit Backpapier ausgelegt ist. Erkalten lassen und geniessen!
Ein kleiner Feinschmecker-Tipp:  Das Backpapier vorher gut mit Butter einpinseln, dann schmeckt's noch besser.

Samstag, 15. August 2009

Pistaziencreme!

Posted by Picasa
Gute Freunde von mir, Sizilianer aus dem Herzen von Sizilien, waren mal wieder zu Besuch bei mir. Natürlich brachten sie wieder viele Geschenke mit. Alle samt kalorienträchtig! Oh. oh! Diesmal, eine für mich neue Spezialität. Kekse, mit einem fast unaussprechlichem Namen. "Cuddrireddri di Delia". Es sind eigentümlich geformte sehr knusprige Kekse aus Mehl, Schmalz, Eiern und Rotwein gewürzt mit Zimt und Orange. Die Sizilianer tunken sie in einen süßen Wein, Zibibbo oder Moscato di Siracusa und essen sie hauptsächlich zu Karneval, aber schmecken tun sie eigentlich immer. Die Weine kannte ich bereits, ich reise seit über 25 Jahren nach Sizilien, aber die Kekse waren neu für mich. Wie ich erfuhr, sind die Cuddrireddri ein Slow Food  Arche Produkt. Meine Freunde brachten mir auch wieder Pannetto di Pistacchio mit. Mancherorts auch Martorana genannt. Darüber freue ich mich besonders, denn es ist hier nirgendwo zu bekommen. Es ist Rohmarzipan aus Pistazien und ist leuchtend mintgrün und doch ganz natürlich. Man kann herrlich damit backen. Oder, das ist mir das liebste, eine Pistaziencreme zubereiten.

Pistaziencreme mit Zwetschgensauce

für die Creme:

  • 3 Eigelb
  • 100 g Zucker
  • 250 ml Milch
  • 4 Blatt weiße Gelatine
  • 100 g Panetto di Pistacchio ( Pistazienrohmasse )
  • 250 ml Sahne

für die Sauce:

  • 200 g Zwetschgen, halbiert und entsteint
  • 80 g Zucker
  • 200 ml Rot- oder Portwein
  • 1/2 Zimtstange, 2,3 Zimtblüten
Das Eigelb mit dem Zucker gut verrühren und langsam mit der Hälfte der warmen Milch vermischen.
Auf dem Feuer bis zur Rose schlagen und die zuvor eingeweichte Gelatine hinzugeben.
Die restliche Milch mit der Pistazienrohmasse anwärmen und glattrühren und ebenfalls dazugeben.
Die geschlagene Sahne locker unterheben und in Förmchen einfüllen.
Für die Sauce die Zutaten zusammen aufkochen, köcheln lassen, bis die Zwetschgen weich sind.

Zimtstange und Blüten herausnehmen. Die Zwetschgen durch die flotte Lotte streichen und abkühlen lassen.
Zum Anrichten die Creme auf flache Teller stürzen und mit Zwetschgensauce umgießen.

Im Sommer, wenn es Brombeeren gibt, kombiniere ich gerne mit Brombeerpüree. Das sieht farblich wunderschön aus und hat genau wie Zwetschgensauce auch genug Säure als Gegenpart zur süßen Creme.

Buon Appetito!

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