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Freitag, 16. November 2012

Einmal Bremen und zurück und dann Fischsuppe kochen!




Am 10.11.12 waren Foodblogger zur Slowfisch nach Bremen eingeladen und sieben Blogger folgten dem Ruf. Frau Julie Backhoff hatte alles perfekt vorbereitet und führte uns zusammen mit Herrn Hans Schüler vom SF Convivium Bremen über die Messe. Sie hatten wirklich ein abwechslungsreiches Programm für uns zusammen gestellt.
Nachdem wir von Herrn Fricke, dem Organisator der Messe Bremen, begrüßt wurden, erläuterte uns Frau Dr. Ursula Hudson, erste Vorsitzende von SF Deutschland, in einem kleinen Überblick, was Slow Food eigentlich ist und was Slowfisch damit zu tun hat.
Für mich in diesem Fall eine kleine Auffrischung, ich bin seit gut zehn Jahren aktives Mitglied im Convivium "SF MittleresRuhrgebiet". Und so ging ich auch über die Messe, hin und hergerissen, zwischen der Blogger- und der Slow Food-Szene.  

Der ungeliebte Weißfisch hat viele Gräten, heißt im richtigen Leben Brasse, ist im Handel kaum erhältlich

Ich bin verdammt spät dran mit meinem Bericht, ich weiß, aber irgendwas ist immer und so kam ich nicht eher in die Pötte.
Kommt noch dazu, dass einige in Bremen anwesenden Blogger bereits berichtet haben. Das könnt ihr hier lesen:

Klärchen Kompott vom Gourmet Büdchen
Sarah von den Küchenkatastrophen
Christian der Küchenjunge


Was bleibt mir da noch zu schreiben? Alles ist gesagt, pardon geschrieben. Alles Weitere wäre  abgeschrieben, das habe ich vor ewigen Zeiten in der Schule zum letzten Mal gemacht. Als Blogger tut man das nicht.

Die ganze Messe war für mich sehr spannend.
In meinem Heimatconvivium Mittleres Ruhrgebiet fühle ich mich zuständig für die Kulinarik, soll heissen: ich bin fürs Grobe, Kochen und so.
Seit dem Sommer stand unser Koch-Termin für den 14. November fest. Das Thema: "Fischsuppe aus heimischen Fischen", also nicht die aus Hinterindien. Nee kein Scherz, das kannste nachlesen in unserem Programm. Und genau das Thema hatten die jetzt auch auf der Messe. Gut für mich.
Erstmal habe ich die Suppe, die dort im Slow Food Bistrot angeboten wurde, probiert, getestet sozusagen. Dann konnte ich den Chefkoch Pierre Binder vom Restaurant Fischers Fritz in Kiel ausfragen und um ein paar Tipps bitten.

So, jetzt habe ich den Bogen zu meiner Tafelrunde aber hingekriegt. Tafelrunde, so nennen wir unsere Kochabende.

Ein Steinbutt für die Suppe, fast zu schade.
Lachsforelle in Aktion
Schellfisch, Kabeljau, Knurrhahn, Scholle nicht im Bild

Zunächst aus den Gräten, Köpfen und Schwänzen mit Gemüsen einen Fond gekocht.
Abgeseiht, das Gemüse mit Fischbrocken durch die flotte Lotte getrieben.
Gemüse als Einlage zurechtgeschnippelt und gegart.

Moosmuscheln aus Kiel

Die Muscheln separat gekocht und die Hälfte ausgelöst.
Zum Schluss alles zusammen gefügt und abgeschmeckt.
Das alles zusammen ergab eine sehr schmackhafte Fischsuppe.



Mit einer Rouille .....


und Weißbrot...... also wenn du mich fragst, aber wer tut das schon, mir schmeckte unsere Fischsuppe in der Tafelrunde genauso gut, naja, die Teilnehmer haben sie gegessen.
Das Rezept ist demnächst auf unserer Slow Food Rezepte Seite zu lesen.


Einen schönen Bericht könnt ihr hier nachlesen bei Klärchen ausm Büdchen.
Guten Appetit!


Mittwoch, 21. Juli 2010

Fischsuppenweiterverwertung!



Wie ich es liebe, leckere Reste im Kühlschrank zu haben.

Ende letzter Woche war ich zwei Tage lang auf Arbeit, und zwar hier und  hier.  Ich habe mir mit jeweils 18 Kindern die Zeit um die Ohren geschlagen. Wir haben gemeinsam gesungen, eine Polonäse durch die Küche gemacht, Wasserbomben an die Tafel geschmissen und, ach ja, geschnippelt, gekocht und gemeinsam gegessen.
War mal was Anderes und hat ungeheuer viel Spaß gemacht.


Nach getaner Arbeit machte ich mich dann zuhause an die Reste der maltesischen Fischsuppe.
Ich habe sie nach Art der provençalischen durch die flotte Lotte geschickt und zwar durch die grobe Scheibe. Ein bisschen Fisch wollte ich noch zwischen den Zähnen spüren.


Eine unglaublich aromatische Suppe war das Resultat. Ob es nun die andere Zubereitung, das Aufwärmen an sich am nächsten Tag -  siehe Wilmhelm Busch - oder meine Erschöpfung nach der Kinderarbeit war, kann ich nicht sagen. Gelohnt hat es sich allemal, das Eine genauso wie das Andere.

Dazu gab es ganz standesgemäß eine Rouille.



Dazu braucht man:

1 ganzes Ei
Knoblauch nach Gusto, ich nahm 2 Zehen
Piment d'espelette nach Gusto, ich mag's pikant
Zitronensaft
neutrales Öl
Salz

Alle Zutaten mit dem Zauberstab aufmixen, bis eine homogene Rouille entsteht.


Ein frischer Schluck dazu und man fühlt sich wie Gott in Frankreich.

Bon appetit!

Donnerstag, 15. Juli 2010

Aljotta, maltesische Fischsuppe!



Die Temperaturen sind dafür genau die richtigen.
Ich erinnere mich immer wieder dann daran, wenn das Thermometer die 30° Marke überschritten hat.


Wir urlaubten vor einigen Jahren auf Malta in der St. George's Bay.  Es waren dort den ganzen Urlaub über min. 35° im Schatten und die Luftfeuchtigkeit war enorm hoch.

Drei Dinge dieses Urlaubs vergesse ich nie.

1. Die Filmstadt, an einer schönen Bucht gelegen, in der der Film "Popeye der Seemann" gedreht wurde.
2. Die vielen großen Kakerlaken im Hotelzimmer, die aus der Klimaanlage herauskletterten.
3. Und jetzt komme ich zum Thema: besagte Fischsuppe.

Diese aßen wir in der Stadt Mosta, in einem Lokal direkt an der Basilika.

Wir fuhren mit dem Mietauto -Vorsicht, Linksverkehr- eine halbe Stunde dorthin. Welch Wunder, es gab Parkplätze direkt am Dom. Das wäre in Italien unmöglich.
Natürlich setzten wir uns rein ins Restaurant. Dort war es schön klimatisiert, fast schon zu very fresh.
Beim Eintreten des Lokals ereilte uns bereits die erste Dusche. Von jetzt auf gleich waren wir nass von oben bis unten. Wir kamen uns vor wie bei der "Fishermans Friends" Werbung.

Die Speisekarte las sich gut, wir entschieden uns für eine Fischsuppe, man war ja an der Küste.
Eine Vorspeise hatten wir sicher auch, aber sie blieb nicht in Erinnerung.

Also, die Fischsuppe kam dampfend heiß an unseren Tisch und duftete verlockend. Wir konnten es kaum erwarten sie zu kosten, aber wir schwitzten schon beim Anschauen. Als wir endlich probieren konnten, bestätigte sich das augenscheinliche Urteil, einfach köstlich. Naja, vielleicht etwas scharf.
Etwaaaas???? Hilfe, Hölle, Feuer, Wasser! Wir tranken erst die Wasserflasche leer und gleich hinterher die Weinflasche. Und wieder die Werbung  "Fishermans Friends". Aber holla, nass von oben bis unten.
Papierservietten wurden uns gereicht. Ihr könnt euch vorstellen, wir wir aussahen. Papierfetzen im Gesicht und am Hals. Loriots Nudel ist nichts dagegen.
Ja, was soll ich sagen, es war alles in allem die beste Fischsuppe, die wir je genossen haben. Deshalb sind wir ja auch noch ein zweites Mal dort hingegangen.

Zutaten:

diverse Fischstücke, z.B.
Merluccius hubbsi, Seehecht
Salilota australis, Muräne
Dalatias marinus, Dornhai
Raja ciavata, Nagelrochen
Sebastes marinus, Rotbarsch


Wem das jetzt spanisch vorkommt, da sage ich nur, weit gefehlt, es ist portugiesisch. Als ich die Fischsuppe jetzt hier nachkochen wollte, ließ ich mir die Namen der Fische aufschreiben von "Clara", in meinem portugiesischen Fischgeschäft.
Nach maltesischen Fischen habe ich hier gar nicht erst gesucht.


 weiterhin:

2  Kartoffeln, richtiger wäre Reis gewesen
1  weiße Zwiebel
Knoblauch, nicht zu knapp
Chili nach Gusto
rote und grüne Paprikaschoten
ein paar Tomaten
glatte Petersilie, Minze, 1 Lorbeerblatt
Olivenöl, Weßwein
Salz und Pfeffer


Zwiebel  und Knoblauch in Olivenöl andünsten. Kartoffeln schälen, in Scheiben schneiden mit dem Chili dazu geben andünsten, salzen und pfeffern, mit Weißwein angießen, köcheln lassen bis die Kartoffeln fast gar sind.
Inzwischen die Paprika putzen, schälen, in Stücke schneiden, dazu geben und etwa 10 Min. mitköcheln lassen.


Die Tomaten häuten zerkleinern und dazu geben. Einmal aufkochen lassen, sie zerfallen schnell.
Zum Schluß die Fischstücke einlegen, sie sollen ganz mit Flüssigkeit bedeckt sein, nochmal nachwürzen, vielleicht noch Wein zugießen, in die Suppe meine ich! In 10 Min. sind die Fische gar und haben ihren Geschmack an die Suppe abgegeben.

Mit Kräutern bestreuen und geniessen.


L-ikla t-tajbal, wie der gemeine Malteser sagt, oder guten Appetit!

Was mit dem Rest der Suppe geschah, das verrate ich nächste Woche.

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