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Dienstag, 2. Juli 2013

Der beste Bäcker in Bagheria (Palermo, Sizilien)!

Heute schreibt zum ersten Mal ein Gastblogger in meinem Blog, sozusagen mein Sozius "mvo".

Mehr per Zufall entdeckten wir diese Backstube in Bagheria auf der Via S.Scaduto N.27.
Man muß zugeben, auf den ersten Blick erkennt man sie nicht, die Backstube oder besser gesagt
den Forno:


Auch dieser Stapel rechts vom Eingang lässt nicht unbedingt auf die Herstellung von Brot schliessen:


Aber drinnen:
der Ofen mit einer Tiefe von über 2 m und einem Fassungsvermögen von 180 Brotleibern, was für ein Anblick!


Der Ofen ist seit mehr als hundert Jahren im Einsatz und backt besser als jeder Elektro-Backofen.



Die Bäcker bei der Arbeit.


Und das sind die köstlichen Produkte: mit oder ohne Sesam.


 Ciabatta


auch mit halbgetrockneten Oliven gefüllt



Das, was so aussieht wie eine Pizza, ist die sizilianische Variante, die Sfincione. Sie ist sehr gehaltvoll. Die Füllung besteht zum größten Teil aus Mollica, das sind die Brotbrösel vom altbackenen Brot. Weiter aus Olivenöl, Zwiebeln, Tomatensauce, Kräuter und - fast hätte ich es vergessen - Ricotta fresca.
Die genaue Mischung ist natürlich hier, wie bei jedem Bäcker, ein Geheimnis.


In einer Seitenstrasse des Corso Umberto, weist seit Neuestem dieses Schild auf die Bäckerei hin:


Und so schaut es drinnen nach getaner Arbeit aus: leergefegt e basta!


Der Rauch aus dem Schornstein bedeutet nicht: habemus papam!



sondern: habemus panem!

Dienstag, 12. Juni 2012

Kulinarische Notizen aus Sizilien V, Crema di Fave con Calamaro!


Die Zeit der Dickebohnen, Fave, geht langsam zu Ende.



Da hab ich schnell noch mal eine Creme von denselbigen gemacht.


Die genaue Zubereitung habe ich hier schon einmal beschrieben. Die Fave kurz mit frischer Zwiebel, frischem Knoblauch und etwas Wasser, Gemüsebrühe und Weißwein gegart. Das war in diesem Fall etwas länger als normalerweise, weil es hier nämlich keinen Mixer im Haushalt gibt. So habe ich die Bohnen mit der Gabel in der Flüssigkeit zerdrückt.
Die Flüssigkeitsmenge ist reine Geschmacksache, ich mag es gerne nicht zu dünn.



Den Calamaro hat der freundliche Fischhändler geputzt und in Stücke geschnitten. Küchenfertig also.
In Olivenöl mit frischem Knoblauch und Chili habe ich die Stücke gebraten, mit Zitronensaft abgeschmeckt und fertig.


Dazu etwas übriggebliebenes Weißbrot vom Vortag, welches hier Filone heißt, in wenig Öl angeröstet und mit Knoblauch eingerieben.
Buon Appetito!

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