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Sonntag, 3. August 2014

5 Jahre und immer noch Geschmack!

Heute mal: Gnocchi für alle, bitte bedient euch, denn es gibt bei mir nichts zu gewinnen


Zu diesem, meinem fünfjärigen Jubiläum am 4. August erlaube ich mir, noch einmal das gleiche zu kochen wie damals.
Nicht, dass ich es nicht zwischendurch auch zubereitet hätte, aber eben nicht gebloggt. Das macht man nicht, lese ich hin und wieder in den Blogs. Als ob ich mich darum kümmern würde.
Jetzt aber ganz offiziel noch einmal Gnocchi al Burro e Salvia. Die Gnocchis gehören eben immer noch zu meinen Lieblingsgerichten.

Es ist viel passiert in diesen 5 Jahren, nicht nur bei mir wie z.B.:
-an diversen Radio und Fersehterminen teilgenommen 
-Kochkurse abgehalten
-mit und für Blogger gekocht
-2 Kochbücher geschrieben,
sondern vor allem bei anderen Bloggern. Einige Blogs sind sehr professionell unterwegs, andere plätschern genau wie ich so durch die Blogger-Landschaft.

Besonders freut es mich, wenn Gerichte oder Zubereitungen verbloggt werden, die vor zwanzig Jahren oder länger schon mal Gesprächsstoff waren. Das Rad wird eben nicht neu erfunden, auch wenn es sich manchmal so liest, sondern nur verändert.


Manchmal glaube ich, ich habe schon über alles einmal geschrieben. Zumindest über das, was mich wirklich interessiert. Was natürlich so nicht stimmen kann. Denn jedes Gemüse oder jedes Fleisch kann ja auf andere Art und Weise zubereitet werden. Also raffe ich mich immer wieder auf und merke, es macht doch noch Spaß. Die Euphorie ist nur nicht mehr so stark wie anfangs.
Das liegt sicher auch daran, dass inzwischen unglaublich viele gute Blogs dazu gekommen sind, bei denen ich nicht mithalten kann. Die Meisten mit sehr guten Fotos und bei mir immer nur ganz einfach knips und weg.
Aber auch hier wieder, was kümmert es mich, wenns doch Spaß macht?


Ob ein Pfund oder ein Kilo, immer nur ein Ei


Da sind se, meine Lieblings-Gnocchi, zart wie ein Wölkchen


Der Parmigiano schmilzt in der heißen Salbeibutter, hmm


Zur Feier des Tages eine zweite Variante, mit fruchtiger Tomatensauce
Buon Appetito!

Dienstag, 4. August 2009

Gnocchi al Burro & Salvia, Kartoffelklößchen mit Salbeibutter!

Posted by Picasa
Dies ist das erste Rezept in meinem Blog. Es stammt aus meinem Familienkochbuch. Bei dem Duft von knusprigem Salbei in Butter gebraten könnte ich dahinschmelzen!

Für luftig leichte Gnocchi nehme ich:

  • 1 kg mehlig kochende Kartoffeln
  • 1 Ei, 1 Eigelb
  • 150 g Mehl
  • 100 g Butter
  • Parmesankäse
  • frischen Salbei
  • Meersalz, Pfeffer a.d.Mühle, Muskatnuss frisch gemahlen


Die Kartoffeln in der Schale kochen, pellen, ausdampfen lassen -das geht am besten auf einem Küchentuch- und durch die Kartoffelpresse drücken.
Ein großes Brett mit Mehl bestäuben, darauf die Kartoffelmasse geben. Ei, Muskatnuss und Salz hinzufügen und den Kartoffelteig mit dick bemehlten Händen rasch durchkneten. Die Hände und das Brett immer wieder mehlen, so daß zwar Mehl unter den Teig gemischt wird, aber nur so viel, daß er nicht mehr klebt. Anschließend den Teig zu 2 cm dicken Rollen formen. Die Rollen in kleine, etwa 3 cm lange Stücke schneiden. Je weniger Mehl man insgesamt für den Teig verwendet, desto lockerer und feiner werden nachher die Klößchen.

Deshalb muß die Zubereitung recht zügig sein. Wäre der Kartoffelteig bereits kalt, brauchte man sehr viel mehr Mehl und die Klößchen würden zu schweren Klumpen. Es geht darum, so wenig wie möglich zu kneten, dann werden aus simplen Klößen leichte, lockere Gnocchi. Zum Schluß mit einer Gabel ein Muster in die Oberfläche der kissenähnlichen Teigstücke drücken, dadurch können die Gnocchi später mehr Sauce aufnehmen. In einem großen Topf reichlich Salzwasser aufkochen. Wenn es kocht, jeweils nur so viele Gnocchi hineinlegen, daß das Wasser weiter siedet und nicht abkühlt. Sie sind fertig, wenn sie an der Oberfläche schwimmen. Das ist ja nicht anders als bei den guten, alten Kartoffelknödeln. Die Salbeiblätter in der Butter knusprig anbraten - mmmh wie das duftet, wenn die Butter leicht bräunt, die abgetropften Gnocchi darin wenden, pfeffern und sofort mit geriebenem Käse servieren.

Das Rezept habe ich von der Portugiesin Anna, die in einem italienischen Restaurant in Bochum in der Küche gearbeitet hat. Ich hatte das Glück, dort zu hospitieren und konnte ihr so einige Wochen lang über die Schulter schauen. Sie machte die besten Gnocchi, die ich je kannte. Sie sagte, die Gnocchi müssen sich im Mund anfühlen wie ein Wölkchen, und genau das tun sie auch.

Buon Appetito!

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