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Dienstag, 18. Juni 2013

Ein folkloristischer Streifzug durch Palermo!


Sonntags in Palermo. 
Da haben die meisten Läden zu und man kann nur GUCKEN, aber wie!


Hinter der normannisch-arabischen Kathedrale in Palermo ist die kleine Gasse mit den Folklore- Artikeln. Diesen Laden hier gibt es schon in der fünften Generation.


Faszinierend! In liebevollster Kleinstarbeit sind Carretti und Schilder bemalt.


An Feiertagen sieht man die Carretti dann auf den Strassen herumfahren.


Jedes Teil erzählt eine eigene Geschichte, vergleichbar mit den heutigen Comics
Allerdings bezweifle ich, dass die Comics so alt werden.





Upps, die Vespa ist ja noch fahrtüchtig.


Natürlich darf bei den Malereien die Trinacria nicht fehlen, das Symbol mit den drei verflochtenen Beinen, welchem man hier in Sizilien immer wieder begegnet.



Mit einer solchen Ape durch Palermo zu fahren, das macht bestimmt richtig Spaß, das mache ich beim nächsten Mal.


Mindestens genauso interessant wie die Carezze ist das sizilianische Marionetten-Theater, die L'Opera dei Pupi


Die Geschichten, die hier erzält werden, ähneln sich immer wieder. Es geht um Kämpfe zwischen Christen und Heiden. Heute also noch genauso aktuell wie je zuvor.


So eine L'Opera sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen. Lernt man doch hierdurch auch ein kleines, wichtiges Stück Sizilien besser kennen und verstehen.

Buon divertimenti!

Sonntag, 21. April 2013

Ein Slow Food Menü mit dem Convivium Palermo!



Am Freitagabend trafen sich etwa fünfzig Sloowfoodies des Conviviums Palermo in der Trattoria "ARRHAIS" in Porticello zum monatlichen Schneckentreff. Wegen der bevorstehenden Messe Anfang Mai "SlowFish" in Genua war das Thema jetzt natürlich ein Fischmenü. 
Das Condotta Palermo mit seinem Fiduciario Mario Indovina arbeitet ständig daran, seine Mitglieder zu dem Thema zu sensibilisieren. Die immer häufigeren Versorgungs-Schwierigkeiten auf Fischmärkten wegen der Politik der Ausbeutung unserer Meere liegen Giovanni und Calogero Tarantino von der Trattoria Arrhais sehr am Herzen, so haben sie einen speziellen Manager beauftragt, der auf eine spezifische Auswahl von Fischen aus der Region achtet. Die beste Qualität steht dabei natürlich im Vordergrund, man ist ja bei den Slowfoodies.
Porticello ist der geeignete Ort, um diese guten Absichten umzusetzen. Diese zu fördern, ist eine wichtige Voraussetzung. In Porticello wird auch heute noch täglich gefischt und am Hafen der Fang direkt verkauft.
Zu  diesem Menü hat ein SF Mitglied, Francesco Pensavecchio, der zufällig für PLANETA arbeitet, die passenden Weine dazu mitgebracht und ausgiebig darüber informiert.
Da wir zufällig in der Nähe von Porticello waren, hatten wir das große Glück, an diesem erlebnisreichen Abend teilhaben zu dürfen.

Ein erstklassiges Olivenöl aus Val di Mazara mit knusprigem Brot zum Aperitivo

Fritto misto di vuggiolo e sardine,  Carpaccio di palamito


Involtini di spatola, Vope sfilettate in agrodolce
An dieser Stelle gilt mein Dank dem Koch des Hauses Calogero. 
Mein Favorit an diesem Abend waren die Involtini mit dem wunderbaren Duft der Orangen.

Fraelli alla Luciana, Polpette di alaccia in salsa e mentuccia


Fusilli freschi con palamito, finocchietto selvatico, menta e pomodoro


Pesce luna al vino apparecchiato con capperi, cipolla e salsa di pomodoro


Sorbetto al Limone

Menu 

Antipasti
1.Carpaccio di palamito
2.Fritto misto di vuggiolo e sardine
3.Involtini di spatola 
4.Vope sfilettate in agrodolce 
5.Fraelli alla Luciana
6.Polpette di alaccia in salsa e mentuccia
La Segreta Bianco 2012 – DOC Sicilia (Dispensa – Menfi, AG)
50 % Grecanico, 30% Chardonnay, 10 % Viognier, 10 % Fiano
Ein Wein für alle Fälle, wir tranken ihn zu allen Antipasti

 
                                                              
            Primo 
                  Fusilli freschi con palamito, finocchietto selvatico, menta e pomodoro
             Eruzione 1614 Carricante 2012 – DOC Sicilia (Feudo di Mezzo – Etna, CT)
          Dieser Wein enthält einen kleinen Schuß Riesling, was ihn unglaublich frisch macht
und durch den fruchtbaren Etna-Boden etwas sehr mineralisches hat.

Secondo 
Pesce luna al vino apparecchiato con capperi, cipolla e salsa di pomodoro
DOCG Cerasuolo di Vittoria 2011 (Dorilli – Vittoria, RG)
Der Name dieses einzigartigen DOCG Weines "Cerasuolo"  kommt con Cerasa, sizilianisch für Kirsche. Die Trauben sind Nero D'Avola  und Frappato. Der Letztere ist für diese schillernde Kirschfarbe verantwortlich
Cometa 2011 (Dispensa – Menfi, AG) 100% Fiano
 Dieser Wein ist ausdrucksstark, fruchtig und mineralisch zugleich.
Er wurde wahlweise zum Cerasuolo ausgeschenkt. Mir viel die Auswahl schwer, dennoch entschied ich mich für den kirschroten. (Rot ist meine Lieblingsfarbe) 

Dolce
Sorbetti 
Passito di Noto (SR) Doc, 100% Moscato Bianco.
Eine unglaubliche Harmonie zwischen "Agro e Dolce"


 50 persone max. Prezzo: € 30,00 per i soci. Da kann man nicht lamentare, e meckern.


Links Slow Food Chef Mario Indovina, rechts berichtet der Pressechef 
des Weingutes Planeta, Francesco Pensovecchio, über die Weine

Der Pressechef des Weingutes Planeta, Francesco Pensovecchio, bei der Arbeit

Vorne rechts Mario Indovina

Mario, der Slow Food Chef und Giovanni Tarantino, der Chef der Trattoria

Ganz links der Chefkoch Calogero Tarantino




Es war ein sehr genussvoller Abend. Slow Food Veranstaltungen dieser Art wünsche ich mir für unser Convivium auch des öfteren. Das Preisleistungsverhältnis war mehr als positiv.

Buon Appetito, bbon appititu!

Sonntag, 3. Juni 2012

Streifzug durch Palermo I


Eindrücke von Palermo ohne große Worte von mir.
Die Kathedrale von links.


Die Kathedrale von rechts.


Die Kathedrale von hinten. So gefällt sie mir fast am besten.


Das Teatro Massimo mit Pferde-Taxi Möglichkeit.



Die Treppe vom Teatro, auf der der Fürst von Salina in "Il Gattopardo" herunter stolzierte.





Es gibt sie noch die schönen alten Theater.


Oder auch die Oper.



Auf jeden Fall die Pupi.




Schöner Einblick in einen Cortile.



Carozza vor den Quattro Canti. Hier teilt sich Palermo in seine vier Stadtteile.


Die Fontana Pretoria gegenüber dem Rathaus. Dieser Brunnen ist eigentlich viel zu groß für den kleinen Platz und kommt deshalb gar nicht richtig zur Geltung.



Die Chiesa San Cataldo mit ihren drei orientalischen Kuppeln.


Die schöne Piazzetta Valverde.
Die Aufnahme habe ich von der Terrasse des noblen Kaufhauses Rinascente gemacht.



Die Chiesa San Domenico mit dem angrenzenden Oratorium. Sie liegt direkt an der Vucceria.
Gleich nebenan ist das Museo del Risorgimento.

A tra poco!


Sonntag, 6. Mai 2012

Kulinarische Notizen aus Sizilien II "Panelle"




In Palermo und Umgebung gibt es kein Fest, keinen Strassenmarkt ohne Panelle. Hier ein Sonntagsmarkt in Porticello.
Panelle sind frittierte Fladen, die aus Farina di Ceci, Kichererbsenmehl und Wasser bestehen. Hier oben sieht man die ursprüngliche Art.
Je nachdem, bekommt man sie auch mit diversen Gewürzen oder Petersilie.

Der Chefe steht selbst an der Maschine und lässt den Teig rühren. Der feste Teig erinnert an Polenta. Auch der Kupferkessel deutet darauf hin.



Wie lange der Teig gerührt werden muss, hat der Chefe nicht verraten, Betriebsgeheimnis. Ist der Teig nach seinem Gusto, werden blitzschnell kleine Kunststoff Bretter mit dem Teig bestrichen. Das geht ganz gut mit einem Spachtel.



Der Stärkegehalt der Kichererbsen ist wohl so hoch, das es keinerlei Bindemittel mehr erfordert.

Nach wenigen Minuten lassen sich die Teigfladen abnehmen und stapeln. Und, oh Wunder die einzelnen  Fladen kleben nicht aneinander.



Gewisse Dinge lässt sich der Chefe nicht aus der Hand nehmen, vielleicht auch nur fürs Foto.
Apropos Fotos, wie der Blaustich auf die Fotos oben kommt, dürft ihr mich nicht fragen, ich bin ja kein Fotograf.
Danke Felix für die überarbeiteten Fotos, ohne den Blaustich sieht es doch gleich natürlicher aus.


Die Zubereitung des Teigs könnt ihr hier und hier anschauen. Es sieht wirklich total einfach aus.
Frisch aus dem Frittier Topf schmecken diese Panelle verdammt lecker.
Kurioserweise essen die Sizilianer ein, zwei oder drei Panelle zwischen einem Panino. Eine echte Kohlenhydrat Bombe also.
Dass es kein Diätgericht ist, sieht man dem Chefe wohl an.
Buon Appetito!

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