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Samstag, 30. März 2013

Unser Osterlamm war eine Ziege...mit Artischocken-Kartoffelragout!

Genau genommen begann das Ostermenü schon mit Karfreitag. Da gibt es ja bekanntlich Fisch.


So auch bei uns. Der Fischhändler meines Vertrauens, am Hafen von Porticello, hatte mir fangfrische Sardellen, Acciughe, ausgenommen und vorbereitet für Acciughe allinguate.



Dazu brauchte ich nur Sardellen, befreit von Innereien und Gräten, Zitronensaft, Olivenöl, Knoblauch, Salz und Pfeffer.
Die Sardellenzungen, daher der Name allinguate von Lingua, Zunge, für eine Stunde in Zitronensaft einlegen, abtrocknen und dann mit Olivenöl beträufeln und mit Knoblauch, Salz und Peffer auf geröstetem Brot servieren.
In der allergrößten Not schmeckt der Fisch auch ohne Brot.

 
Zum Hauptgang gab es dann Zicklein obwohl ich auch gerne Lamm gehabt hätte. Aber man muss sich halt entscheiden.


Als Beilage ein Artischocken-Kartoffel-Ragout. Einfach köstlich.


Mit einem guten Schluck Nero D'Avola, so kann es weiter gehen.


Buon Appetito!

Dienstag, 6. November 2012

Frische Oliven selbst eingelegt!


Neulich beim Türken habe ich in der großen Gemüseabteilung entdeckt:
wunderbar frische, knackige, große, grüne Oliven. Sie sind fast so groß wie Datteln, werden sich wohl bei Gelingen des Ganzen gut eignen zum Füllen und Frittieren.


Aber soweit ist es ja noch nicht. Zunächst werden die Oliven alle einzeln angeschlagen. Das sollte auf keinen Fall mit Metall passieren. Ich fand zum Glück noch einen Holzhammer im Keller, man/frau wirft ja nichts weg.


Nach dem Anschlagen die Oliven sofort in einem Plastik- oder Tongefäß in Salzlake einlegen, damit sie nicht oxydieren.
Das Salzwasser täglich wechseln.
Die Oliven können ruhig in der Küche stehen, müssen nicht in den Kühlschrank. Wobei ein kühler Keller, wenn gerade verfügbar, nicht schaden kann.


So sehen die Oliven nach knapp einer Woche aus. Um sicher zu sein, ob sie schon gut sind, einfach mal eine probieren. Sind sie noch bitter, weitere Tage einlegen, bis sie nicht mehr bitter sind.
Wahrscheinlich sind sie dann noch sehr salzig, logisch. Ich hatte sie deshalb für 12 Std. in klares Wasser gelegt und dieses noch einmal gewechelt.


Hier der Vergleich. Es liegen 11 Tage dazwischen,  vorher und nachher. Jetzt ist mir auch klar, woher die Farbe Oliv ihren Namen hat.



Für den Winter habe ich jetzt mehrere Gläser eingelegt.
Dazu habe ich Wasser mit wenig Salz aufgekocht und abkühlen lassen. Gewürzt habe ich unterschiedlich, einfach mal ausprobiert:
einmal mit wilder Fenchelsaat, einmal mit Oregano und Knoblauch, einmal mit Lorbeer und Chili.
Das abgekühlte Salzwasser mit den Gewürzen über die Oliven gießen. Obenauf einen Ölfilm geben, damit keine Luft rankommt.
Mal schauen, was später am Besten schmeckt.
Die genaue Vorgehensweise habe ich von meiner Freundin und Mitköchin bei meinen Kochkursen  Francesca und von Peppinella.

Der Wareneinsatz dieser Prozedur ist relativ gering. Die Ausdauer allerdings von Geduld geprägt.
Hoffentlich sind die Oliven eine Weile haltbar, anders wär nämlich schlecht.


Der Winter kann kommen, buon Appetito!

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