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Montag, 31. Oktober 2011

Locker aus der Hüfte!


Vorgestern war der Tag, an dem ich eigentlich nach Würzburg fahren wollte, zum Blogger Treffen. Etwa vierzig Blogger, Köche und Journalisten kamen dort zusammen, um sich in der Osteria Trio bei gutem Essen näher kennenzulernen. 
Simone, Noemi und Evi haben den Abend so schön vorbereitet, dass es mir schon sehr leid tat, kurzfristig absagen zu müssen.

Der Grund hierfür war die Teilnahme an einer Trauerfeier. Da kann man nix machen.

Ich freue mich schon jetzt darauf, im nächsten Jahr oder zu einer anderen Gelegenheit an einer Fortsetzungsveranstaltung teilzunehmen.


So musste ich schnell umdenken und schauen, was noch in der Tiefkühltruhe schlummert. 
Ein Stück Lammhüfte vom Ibinghof lachte mich an und der Lammfond war ja schon fertig, siehe hier.


Das Fleisch habe ich kurz und scharf angebraten und dann im Ofen -mit Kräutern und Knoblauch- bei 100° 15 Minuten nachziehen lassen.
Dazu gab es gebratenen Spitzkohl mit Salbei -der Winterkohl ist schön kräftig im Geschmack und passt gut zum Lamm-
Und -wie so häufig bei uns- gab es zum Lamm ein Kartoffelgratin.


Nach dem vorzüglichen Essen habe ich mich mit dem werten Herrn Gemahl durch den Limoncello getrunken, der war ja eigentlich für Würzburg gedacht. 
Es war schon interessant -genau wie bei einer Weinverkostung mit unterschiedlichen Gläsern- hat das Likörchen aus jeder Flasche etwas anders geschmeckt.

Tja, watt mutt, datt mutt. Skål!

Montag, 21. März 2011

Kartoffelgratin!


Kürzlich in der ZEIT-ONLINE beschrieb Wolfram Siebeck das perfekte Kartoffelgratin. Da hat doch wohl jeder von uns sein ganz eigenes Rezept und hält gerade seins für das beste.


Herrn Siebeck schätze ich wirklich sehr und das seit vielen Jahren. Aber sorry Herr Siebeck, was haben Fleischbrühe und eine Pilzfüllung in einem perfekten Kartoffelgratin verloren?
Nicht, dass es mir nicht schmecken würde, aber alles zu seiner Zeit. Ein, wie Sie schreiben: "Perfektes Kartoffelgratin" ein echter Klassiker, sollte doch hauptsächlich nach Kartoffeln schmecken.
Gut, in diesem Ihren Rezept haben Sie auf Fleischbrühe verzichtet, weil vegetarische Freunde mitessen sollten. Aber eben nur deshalb.
Ich verzichte sogar auf Sahne und nehme nur Milch. Das ist eben mein ganz persönlicher Geschmack, nicht aber mein perfektes Gratin. Ich finde Sahne macht den Geschmack dumpf, der gleichen Meinung ist übrigens auch Vincent Klink -was mich sehr ehrt-. Milch dagegen ist leicht und frisch und überlässt dem Gratin den schönen kartoffeligen Geschmack. Voraussetzung ist natürlich eine wohlschmeckende Kartoffelsorte. Aber auch das ist persönlicher Geschmack.
Außerdem ist mir das Gratin mit Sahne viel zu fett. Es kommen ja noch Butter und Käse dazu. Und dann esse ich besonders gerne Lammfleisch und Bohnen dazu, da kommt noch einmal Fett ins Spiel.
Die oben erwähnten Pilze, von denen Wolfram Siebeck schreibt könnte ich mir vorstellen, wenn das Gratin als Solitär daher kommt. Vielleicht mit einem grünen Salat. Dann würde ich auch etwas mehr Käse darüberreiben.


Eins ist mir beim Schreiben dieses Posts klar geworden. Das perfekte Kartoffelgratin gibt es garnicht.

Dies ist mein liebstes Rezept für Kartoffelgratin. Es ist vielleicht nicht perfekt, wie das was Herr Siebeck dafür hält, aber für mich ist es das beste, will sagen das leckerste welches ich mir für mich vorstellen kann..



Zutaten:
  • 1/2 kg Kartoffeln  mir schmeckt die gute Linda dazu
  • 1/2 l Milch
  • 30 g Butter
  • Knoblauch
  • 30 g Käse  Gruyère oder ein andere Bergkäse
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss

Zubereitung:

Die Milch in einer Kasserolle zum Kochen bringen.
Butter, Salz, Pfeffer, Knoblauch und Muskat zufügen und die Kartoffeln hineingeben. 
Behutsam mit dem Holzlöffel rühren und dabei die Kartoffeln vom Boden des Topfes heben.

Etwa 30 Min. sanft köcheln lassen, bis die Milch von den Kartoffeln aufgesogen ist.
den gesamten Inhalt des Topfes in eine gut ausgebutterte Form geben. Mit dem geriebenen Käse bestreuen und für 30 Min. bei 170° im Ofen überbacken.



Und jetzt nur noch zugreifen.
Buon Appetito!

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