Eigentlich wollten wir grillen, ein Huhn oder einen Hahn. Das Wetter war dann aber nicht so, wie es hätte sein sollen.
Also habe ich kurzerhand den Vogel in die Röhre geschoben.
Ein schönes Tier von Kikok hatte ich erstanden. Gelb, saftig und gesund aufgewachsen. Gekauft bei Karlheinz Bontrup auf dem Wochenmarkt.
Da es ursprünglich auf den Grill sollte, hatte ich es schon platt geklopft. So gart es schneller und gleichmäßiger durch. Außerdem mit Olivenöl, Knoblauch und Kräutern eingepinselt. So durfte es eine Stunde durchziehen.
Damit die Brust nicht zu schnell durch ist und austrocknet, hatte ich dem Huhn oder Hahn ein Speckhemd verpasst. So war gewährleistet, dass es ganz saftig bleibt.
Ganz dünn geschnittener luftgetrockneter Speck, gespickt mit Salbeiblättchen aus dem Garten.
Für eine Stunde verschwand der Vogel im Ofen, bei 160°. Die letzten 10 Min. ohne Hemd, nur kurz unterm Grill. Zuvor hatte ich einen Schluck Weißwein angegossen, das arme Tier sollte es gut haben.
Das Speckhemd war fast das Beste des Ganzen. Schön aromatisch und knusprig.
Als Beilage gab es unsere erste eigene grüne Tomate. Groß genug für einen Salat für Zwei.
Und, da der Ofen schon mal heiß war, Rosmarin-Kartoffeln.
Als wir dann lecker gespeist hatten, viel mein Blick auf diesen kleinen Knopf, der da in der Küche sein Dasein fristete.
Auch die Papier - Banderole, die den Vogel schmückte, siehe oben, war noch da.
Dieser kleine Knopf war nichts anderes als ein Einmal - Brat - Thermometer. Würde man das Huhn im Ganzen braten, so wäre der Knopf bei dem rechten Garpunkt herausgesprungen. Wers glaubt.
Aber im Ernst, beim nächsten Mal möchte ich es auf jeden Fall versuchen.
Buon Appetito!
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Sonntag, 2. September 2012
Mittwoch, 1. August 2012
Spaghetti a picchio, pacchio!
Am Anfang waren die Tomaten. Schöne reife Tomaten, es ist ja Sommer........
........dann die Spaghetti
....und der Parmigiano. Drei Dinge, manchmal braucht man gar nicht mehr. Gab es da nicht mal eine Werbung? Drei Dinge braucht der Mann, aber lassen wir das, ich rauche schon seit Ewigkeiten nicht mehr.
Da es drei Dinge sind, mache ich doch mit bei "Drei Dinge für Astrid", zu ihrem Bloggeburtstag.
Mein dritter Bloggeburtstag ist am 04.08. also am Samstag. Da hätte ich fast gar nicht dran gedacht.
Jetzt fehlen nur noch:
- Knoblauch
- Basilikum
- Olivenöl
- Salz und Pfeffer
- eine Prise Zucker
- Basta
Die Tomaten klein schneiden, Knoblauch pellen, in Scheiben schneiden und dazugeben. Frisches Basilikum klein zupfen und unterheben. Salzen und pfeffern, das Olivenöl unterrühren. Bei Zimmertemperatur 2-3 Stunden ziehen lassen. Die Spaghetti al dente kochen, abgießen und im Topf mit den Tomaten mischen - so verbinden sie sich am besten mit der Pasta. Auf Tellern anrichten und mit ganzen Basilikumblättern garnieren.
Warum die Tomatensauce in Sizilien "picchio, pacchio" heißt, weiß ich nicht, sicher eine regionale bezeichnung. Aber auf jeden Fall ist es eine fruchtig leckere kalte Sauce.
Sag ich doch es ist Sommer, buon Appetito!
In diese Pasta könnt ich mich reinlegen, aber leider ist sie nicht für mich, sondern für Astrid.
Alles Gute für Dich!
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Mittwoch, 12. Oktober 2011
Torta di Datterini, Tomatentarte alla Tarte Tatin!
Dieses Gericht beginnt mit einem ganz zarten Pflänzchen, dem Wildfenchel, oder besser gesagt: Finocchio selvatico .
Mitgebracht, im Handgepäck von Catania Sizilien nach Düsseldorf hatte er doch erstmal etwas gelitten. Der dicke Stumpf war erstmal total tot, aber nach einiger Zeit kamen neue Seitentriebe, welch ein Glück.
Viel kann ich noch nicht ernten, aber so als Aroma zu gebackenen Tomaten auf einer Tarte reicht es schon.
Die kleinen sizilianischen Datterini Tomaten sind für die Bereitung einer Tarte Tatin bestens geeignet. Sie haben wenig Glibberzeug im Inneren, also wenig Wasser und daher viel festes Fruchtfleisch.
Der Teig wird schön knusprig und weicht nicht durch.
- 100 g Mehl
- 50 g kalte Butter
- 1 EL kaltes Wasser
- Salz
- Datterini Tomaten, soviele, bis der Pfannenboden damit ausgelegt ist
- Knoblauch
- Zucker
- Salz, Pfeffer
- Butter
- Olivenöl
- Und natürlich etwas vom zarten Plänzchen für's Aroma
In der Zwischenzeit in etwas Olivenöl den feingewürfelten Knoblauch andünsten. Die Tomaten in dem Knoblauch-Ölgemisch schwenken, dann abkühlen lassen.
Die Pfanne mit Kückenkrepp auswischen, mit Backpapier auslegen, Butterflöckchen daraufgeben und mit Zucker bestreuen. Nun das zarte Pflänzchen und die Tomaten darauf verteilen.
Den Mürbeteig dünn ausrollen und die Tomaten damit abdecken. Das ist mir nicht ganz gut gelungen, der Teig war nicht so geschmeidig durch die Buttermenge. Die gerissenen Stellen habe ich einfach mit Teigstreifen abgedeckt und so getan, als müsste es so sein.
Bei 180° im Backofen für eine gute halbe Stunde sah die Tarte dann so aus. Die Teigseite etwas zu dunkel, aber die Oberseite braucht sich nicht verstecken. Die Tomaten waren schön karamelisiert und fruchtig süß.
Sie schmeckte uns mit und ohne Parmigiano gleichermaßen gut.
Die Idee zu dieser Tarte habe ich aus dem Buch "Cucina Siciliana" von den zwei Bloggerinnen dieses Blogs.
Buon Appetito!
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Donnerstag, 15. September 2011
Stràttu, was ist das denn?
Das ist diese Paste die so aussieht wie Tomatenmark, aber so göttlich schmeckt. In Sizilien findet man sie auf jedem Markt,...
.......so wie hier in der Vucciria in Palermo.Und in jeder sizilianischen Küche steht sie im Schrank.
Was Estràttu, kurz Stràttu genannt ist und wie es hergestellt wird, habe ich hier nachgelesen. Das Buch "La Cucina Siciliana" mit dem Untertitel "Fest der Sinne" ist ein ganz besonderes und sehr autentisches Buch über Essen und Trinken in Sizilien. Viele Fragen, die ich noch zur sizilianischen Küche hatte, wurden mir dort beantwortet. Eben auch die der Herstellung von Stràttu.
Tomatenmark wird aus frischer Tomatensauce gemacht, stark reduziert.
Stràttu dagegen aus sonnengetrockneten Tomaten. Nachdem die Tomaten etwa 24 Stunden in der Sonne getrocknet sind, werden sie dann langsam gekocht, durch ein Sieb gestrichen, um Schalen und Kerne zu entfernen.
Die Paste wird auf Holzbretter gestrichen und trocknet tagsüber draussen in der Sonne und nachts im kühlen trockenen Raum. Diese Procedur wird Tag für Tag wiederholt und dauert etwa zehn Tage lang.
Zum Schluss vermischt man mit den Händen die Stràttu mit Olivenöl und nach Gusto mit frischem Basilikum.
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| Eine wahre Delikatesse |
Stràttu hat viel weniger Säure als Tomatenmark, ist also vielseitiger zu verwenden.
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| Gleich um die Ecke gibt es die beste Strattu |
Ich habe mir reichlich Stràttu aus Sizilien mitgebracht sie in kleine Schraubgläser abgefüllt und die Oberfläche mit etwas Olivenöl abgedeckt. So hält sie sich einige Zeit und ich komme gut über den Winter.
Für 500 g Stràttu benötigt man 10 kg reife Tomaten.
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| Mein Lieblings Essplatz auf der Terrasse. |
Für die Zubereitung von Spaghetti mit z.B. Zucchini oder Aubergine rühre ich einen guten EL Stràttu unter das kurz angebratene Gemüse. Als Flüssigkeit nehme ich etwas vom Pasta-Kochwasser und vermische das Ganze, fertig.
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| Und hier der Blick aus der Küche heraus. |
Bbon Appititu!
Sonntag, 29. August 2010
Eigene Ernte, Tomaten, vielleicht die letzten!
Ein Freund des Hauses brachte vor Jahren Romatomaten mit vom Rialto Markt in Venedig, die lt. der Aussage des Markthändlers aus San Marzano stammten.
Aus den Samen der Tomaten zieht der Vater des Freundes seitdem jedes Jahr zig Pflanzen.
In diesem Jahr wurden auch wir mit einigen Pflanzen bedacht. Ein paar Romapflanzen und ein paar andere, Namenlose. Danke lieber Vatta Werner!
Aus den Samen der Tomaten zieht der Vater des Freundes seitdem jedes Jahr zig Pflanzen.
In diesem Jahr wurden auch wir mit einigen Pflanzen bedacht. Ein paar Romapflanzen und ein paar andere, Namenlose. Danke lieber Vatta Werner!
Jetzt nun, da das Wetter seit Tagen kalt und nass geworden ist, habe ich viele Tomaten geerntet, weil einige schon drohten, aufzuplatzen. Die meisten waren schon schön rot und reif.
Nachdem wir in den letzten Wochen schon alle möglichen Tomaten-Varianten verspeist hatten, gab es jetzt "nur" einen leckeren Salat mit Thunfisch. Vollreife Tomaten -und dann diese- sind eben einfach ein Gedicht, mehr braucht man nicht. Vielleicht ein bisschen gehobelter Fenchel, Oliven, Bauerngurke, Basilikum, feines Olivenöl, Weinessig, Meersalz, Pfeffer..............
Samstag, 7. August 2010
Tomaten satt!
Schon wieder Tomaten.
Ich konnte mich nicht beherrschen und habe eine ganze Kiste Tomaten auf dem Markt gekauft
Ich hatte große Lust auf Tomatensauce
Ich konnte mich nicht beherrschen und habe eine ganze Kiste Tomaten auf dem Markt gekauft
Ich hatte große Lust auf Tomatensauce
Bei der Zubereitung kam ich mir vor wie eine italienische Mama
.
.
Schön langsam schmurgeln lassen
Noch weiter, bis sie schön sämig war
So, ich bin für den Winter gerüstet
Bei so viel Arbeit bekommt man natürlich Hunger
Von den Tomatenresten ließen wir uns eine köstliche Parmigiana schmecken.
Buon Appetito!
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Tomaten,
Tomatensauce
Donnerstag, 5. August 2010
Tomaten, Tomatos, Tomatl, Tomatoes, Paradeiser, Pomodori, Pomarola!
Wunderbare Tomaten gibt es im Sommer auf unserem Wochenmarkt. Hier die Andentomate, eine alte Züchtung, die heute wieder kultiviert wird.
Kaum zu glauben, dass diese süßen Früchtchen Alkaloid Solanin enthalten und damit sogar giftig sind.
Allerdings erst bei dem Verzehr ab 10 Kg pro Person am Tag!
Eine Tomate kann schon mal über 500 g auf die Waage bringen, das reicht für eine Kleinfamilie.
Die Andentomaten haben fast gar keine Kerne und überhaupt kein Glibberzeug's. Sie sind also gut für Salate, aber auch für Sughi's geeignet und schmecken vorzüglich.
Ochsenherzen
Aromatomaten
Aromatomaten aufgepeppt mit Oregano, Knoblauch und Kapern. Abgeguckt bei Nathalie von der Cucina Casalinga.
Schmecken auch mit Bohnensalat und Hähnchenbrust.
Buon Appetito!
Dienstag, 6. Juli 2010
Bobbia, Gemüsesalat à la Syrakusa!
Zu allen Sommer Grill- oder nicht Grillgerichten passen die mediterranen Gemüse wunderbar, das ist ja nichts Neues. Dieser sizilianische Gemüsesalat, über den ich mal auf Sizilien stolperte, der eigentlich ein komplettes Essen ist, natürlich auch. Es schadet allerdings nicht, die ein oder andere Salsiccia oder einen kleinen Fisch dazu zu genießen.
In einem alten Kochbuch, "Sizilien, Essen & Trinken zwischen Orient und Okzident" von Franco Antonio Belgiorno fand ich diesen Gemüsesalat dann wieder. Der Sizilianer Franco Antonio Belgiorno kam 1971 nach Deutschland. Jahrelang war er Moderator beim ZDF und hat somit seine Landsleute aus Italien betreut. Mehr aus Heimweh, als aus Passion begann er von und mit seinen heimischen Freunden zu kochen und Rezepte zu sammeln. Er hatte eine beachtliche Sizilien- und Kochbuchsammlung, 1985 schon über 1000 Stück, und hat in dem Jahr endlich selbst ein eigenes geschrieben.
Eigentlich ähnelt der Salat der Capunatina oder der Pipironata. Aber so ist es ja, man lässt hier eine Komponente weg oder fügt anderswo etwas dazu und schwupps hat man ein anderes Gericht.
Für dieses hier braucht man garnicht viel:
3 Paprikaschoten
1 Kartoffel und 1 Süßkartoffel
1 weiße Zwiebel, Knoblauch und Chili nach Gusto
ein paar Tomaten
Salz, Pfeffer, Olivenöl
Die Kartoffeln schälen, würfeln und in ganz wenig Salzwasser kochen. Die Süßkartoffeln habe ich aus farbtechnischen Gründen dazu getan, sie gehörten nicht zum Rezept.
Zwiebeln und Knoblauch ebenfalls schälen, würfeln und in Öl andünsten.
Die Paprikaschoten auch schälen, das geht am besten mit dem Sparschäler, würfeln und zu den Zwiebeln geben. Salzen und pfeffern und wenn man mag etwas Chili zugeben.
Tomaten häuten und vierteln und zum Gemüse geben sie brauchen nur erwärmt werden.
Inzwischen müssten die Kartoffeln gar sein. Nun auch sie dazu geben und unterheben. Ich habe mit einem Spritzer Essig abgeschmeckt, das steht so nicht im Rezept, aber wie war das nochmal? Fügt man eine andere Komponente dazu und schon hat man ein anderes Gericht.
Honig oder Zucker, den ich sonst diesen Gemüsen zufüge habe ich mir geschenkt, die Süßkartoffel hat sich sehr harmonisch und süß eingefügt.
Im Originalrezept steht auch es solle 45 Min. kochen, aber das war mir zu lang. Nach 10 Min. war das Gemüse noch knackig und ganz nach meinem Geschmack.
Das schöne ist, gerade im Sommer, es schmeckt sehr gut lauwarm. Nur noch mit einem Faden Olivenöl beträufeln und ab mit dem Teller auf die Terrasse.
Die Farbe des Gerichts hat übrigens jetzt nichts mit einem aktuellen Anlass morgen zu tun, auch wenn es einem sehr spanisch vorkommt.
Bbon'appititu!
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