Posts mit dem Label Braten werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Braten werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 25. Februar 2013

Retten, was man retten will, z.B. den Sonntagsbraten, oder rette sich wer kann!



Zur Zeit ist es wohl absolut angesagt, irgendwen oder -was zu retten.

Da gibt es eine Gruppe, die sich um das Wohl der Currywurst sorgt und so heißt sie dann auch: Rettet die Currywurst.
Das Butterbrot soll schon länger gerettet werden. Wir vom Slow Food Bochum hatten eigens dafür schon vor drei Jahren einmal einen Themenabend.
In früheren Jahren wurde von Greenpeace versucht, den Regenwald zu retten.
Der Genießer hat eine Gruppe gegründet, um die Linsensuppe zu retten. Wenn das kein Grund ist.

In der Eifel soll der Rursee gerettet werden. Ja richtig, der Rursee kommt ganz ohne "h" daher.

Tim Bendzko nimmt es gar mit der ganzen Welt auf und will sie kurz retten.

In diese Rettungs-Riege möchte ich mich hier und jetzt auch einreihen und meinen heißgeliebten Sonntagsbraten retten. Ich glaube nämlich, er ist in Gefahr, abgeschafft zu werden, zumindest sieht es manchmal danach aus.
Da isser also, mein Saftbraten:



Für den Anfang - die erste Rettungsaktion - gibt es einen Kalbstafelspitz.
Mit viel Phantasie und etwas Abwandlung, nach einem Lammkeulen Rezept vom Altmeister Wolfram Siebeck aus dem vorigen Jahrhundert von 1996.
Dazu gab es Spitzkohl und Kartoffeln.

Den Tafelspitz hatte ich rundherum scharf angebraten, Wurzelgemüse gewürfelt dazu gegeben, ebenfalls angeschmurgelt, etwas Tomatenmark eingerührt, Thymian dazu gelegt, mit Weißwein und Wasser angegossen, gewürzt mit Salz, Pfeffer und Chili und ab in den Ofen bei 80° für vier Stunden.

In der Zwischenzeit habe ich meine Beine auf den Hocker gelegt und mich gepflegt und über den Sinn des Lebens nachgedacht.

Kurz vor der Vollendung des Bratens Kartoffeln gekocht und den Spitzkohl in Spalten geschnitten und in Salbei-Butter gebraten.
Ich kann euch sagen: "Ich tue es wieder", so entspannt kochen. Mal sehen, was es sonst noch so zu retten gibt.

Buon Appetito!


Weitere Sonntagsbraten findet ihr hier:   Sauerbraten                                        
                                                       hier:   Wildschwein
                                                       hier:   Rollbraten
                                                       hier:   Rehkeule

Sonntag, 23. Oktober 2011

Lamm und Lammfond!


Es war wieder Schlachtfest auf dem Ibinghof in Wetter. Sonja Gehlen-Bremer hatte mehrere Bentheimer Lämmer/Schafe geschlachtet und es gab wieder einen Hofverkauf. Ausserdem verkaufte sie das wunderbare Fleisch am Wochenende auf dem Herbstmarkt bei Manufactum in Waltrop. Ich kaufte reichlich ein, z.B. Lammschulter, -hüfte, -würste, aber auch kiloweise Lammknochen für einen Fond. Alle samt wunderbare Produkte.


Am Tag zuvor wurde auf dem Hof gewurstet und ich ergatterte auch noch ein paar Gläser Wurstebrühe. Damit goss ich z. Teil die gut angerösteten Knochen an, den Rest verwurstete ich in einem Weiße Bohnen Eintopf. Das war ganz köstlich, kein Fleisch dran, aber lecker.


Da es eine große Menge Lammknochen war, röstete ich sie im Backofen an, im Topf wäre es nicht gegangen.
Die genaue Zubereitung von Fonds ist in den Blogs ja schon reichlich beschrieben worden. 
Die Vorgehensweise ist immer dieselbe, egal, ob Kalbs- oder Lammknochen. Hier habe ich mal Wildfond gepostet. Besonders gut gefällt mir dieser Fond hier von Robert. Er beschreibt alles immer sehr exakt und penibel, da kann ich mir eine Scheibe von abschneiden. Bei mir geht alles so aus dem Bauch heraus.


Wie Robert schon schreibt, besonders angenehm ist diese Tätigkeit nicht. Es dauert viele Stunden, es ist warm in der Küche und der Duft bleibt noch tagelang danach in der Luft hängen.


Das Ergebnis allerdings entschädigt einen doppelt und dreifach. Nach mehreren Stunden hatte ich den Fond durch ein Sieb getrieben und über Nacht kühl gestellt. Am nächsten Tag konnte ich das Fett dann mühelos abnehmen. Den gesamten Fond habe ich nicht gesalzen. Es war einfach der Geschmack aus sich selbst heraus. Nur ein paar Gewürze, Kräuter und etwas Wurzelwerk, das ist alles. Nur das was oben rein kommt, kommt dann unten auch heraus.


Bevor ich den Fond in Gläser füllen konnte, musste ich ihn nochmal erhitzen, er war nämlich total geliert.


Sauce am Stück, gefällt mir die Bezeichnung. Ein sehr feiner Geschmack, ich könnte sie so auslöffeln.


Nun bin ich für die trübe Jahreszeit gerüstet. Lammfilets oder sonstiges, ihr könnt kommen, die Sauce ist bereits fertig.


Ein besonders großer Knochen vom Hals hat sich doch tatsächlich als Braten entpuppt. Der wurde gleich angeschnitten und vertilgt.

Buon Appetito!

LinkWithin

Related Posts with Thumbnails
http://www.linkwithin.com/install?platform=blogger&site_id=165067&url=http%3A//reinegeschmacksache.blogspot.com/&email=boncibus%40googlemail.com