Irgendwann muss aber mal Schluss sein mit der ganzen Feierei.
Nach so viel Aufregung -schließlich habe ich meinen einzigen Sohn verloren, oder nein, ich habe ja eine Tochter dazu bekommen- wie dem auch sei, ich hatte Lust auf Kochen.
Ein Kaninchen musste mal wieder dafür herhalten. Allerdings nur ein paar Läufe des Ganzen. Da kann die Kaninchenschützerin Arthurs Tochter auch nichts dagegen haben.
Zutaten:
- pro Person 1,5 Kaninchen Hinterläufe -wie soll ich das jetzt wieder ausrechnen-?
- Zwiebel, Knoblauch, Oliven
- in 80%igem Rum eingelegte Rosinen
- Möhre, Staudensellerie
- Thymian
- Olivenöl
- 30 g Butter
- 100 g Polentagries
- getrocknete Pilze, Shiitake, Morcheln
- 125 ml Wasser und Einweichwasser der Pilze -ich hatte auch noch einen Schluck Hühnerbrühe, die sich gut einfügte-
- Salz
Die Zubereitung des Kaninchen Rezeptes ist hier nachzulesen.
Heute mache ich mir es ganz einfach, ich bin noch so erschöpft vom vielen Tanzen.
Für die Polenta die eingeweichten Pilze gut ausdrücken und in Butter anschwitzen.
Das Wasser mit der restlichen Butter und einer Prise Salz aufkochen und zu den Pilzen geben. Mit einem Rutsch den Polentagries dazu schütten und rühren, rühren, rühren...und an schöne Dinge denken.
Nach etwa 5 Min. sollte die Polenta gestockt, aber noch locker sein.
Kürzlich las ich in einem Blog von Einem, der auszog, um stundenlang Polenta zu rühren; das hat mich schwer beeindruckt. Jetzt im Moment war mir nicht danach, habe ich doch meine ganze Kraft beim Tanzen gelassen. Im Winter nehme ich mir mal die Zeit. Ich bin auf den Unterschied schon jetzt gespannt, das Grundprodukt ist ja wohl ein anderes.
Serviert habe ich zu dem Kaninchen mit Pilzpolenta noch frischen Spinat. Diesen hatte ich nur in Olivenöl mit Knoblauch und Salz geschwenkt.
Dazu gab es einen roten Spätburgunder von der Mosel vom Weingut Matheus, den ich vor zwei Wochen beim Weinfest endeckt habe. Eine gelungene Kombination.
Buon Appetito!