Dienstag, 5. Januar 2010

Suppenhuhn zum Neujahrstag!

Genau wie zu Weihnachten gibt es auch zu Neujahr Ess-Traditionen. In Italien z. B. isst man in der Silvesternacht Linsen -sie sollen Reichtum und Glück bringen- mit Cotechino und Polenta.
Wir essen jedes Jahr am Neujahrs Tag ein Suppenhuhn und zwar immer nach dem Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker. So auch in diesem Jahr.
Da ich auch gerne mal zu Reichtum kommen möchte, habe ich diese beiden Speisen kombiniert.
Zur Vorspeise schlürften wir die klare Brühe mit Petersilie. Das tat richtig gut. Die Nacht war ja recht kurz, da trinkt man auch mal ein Gläschen mehr.
Zur Hauptspeise gab es dann das leckere Fleisch vom Suppenhuhn, dazu Linsengemüse, blanchierten Fenchel, Möhren und Staudensellerie. Die Polenta dazu bereitete ich mit Hühnerbrühe, das schmeckte sehr intensiv. Gewürzt wurde das Ganze bei Tisch mit Kürbiskernöl und Petersilienpesto.

Es war köstlich.

Dann passierte etwas katastrophales für eine Bloggerin. Gerade beim letzten Foto versagte die Kamera. Alles war verschwommen. Na, ja, die Kamera ist schon etwas älter, aber ausgerechnet jetzt mußte es nicht sein. Also erstmal Blog-Stop.

Am nächsten Tag in der Fotohandlung, erledigte sich das Thema dann fast wieder, die Kamera hatte schlicht und einfach ein paar Fettflecken auf der Linse. Aber da war das Essen ja bereits vertilgt und keine Fotos mehr möglich.

War das jetzt Blogger Glück oder Pech oder was?

Es war jedenfalls sehr lecker.

Auch der Wein dazu war exzellent. Ein Rondos aus Franken, zwei Jahre im Barrique gereift.

Samstag, 2. Januar 2010

Die Waffeln des Herrn Geschmacksache, welche eigentlich Hörnchen sind!

Das ist seit Jahrzehnten ein Diskussionspunkt zwischen Herrn G. und mir. Sind es nun Waffeln oder Hörnchen. Also für mich sind es natürlich Hörnchen oder Eiserhörnchen. Aber Herr G. bleibt ganz stur bei seiner Bezeichnung. Na egal, Hauptsache lecker!
Auch werden diese leckeren Dinger nur einmal im Jahr gebacken, immer nur zwischen den Jahren. Das ist Tradition. In Ausnahmefällen lässt er sich erweichen und backt schon mal vor Weihnachten, aber das ist dann eine Besonderheit.
Hier ist sein Rezept. Er hat es von seiner Mutter übernommen, nur etwas verschlankt.
Natürlich wird auch nur im alten Eisen gebacken, auch von der Mutter.

65 g Butter, davon 20 g Salzbutter
180 g Zucker, davon 50 g brauner Rohrzucker
1 flacher TL Vanillezucker
2 Eier
250 g Weizenmehl
250 ml Wasser
125 ml Mineralwasser oder auch etwas mehr
Speckschwarte oder Sonnenblumenöl

Die Butter rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen, damit sie bei der Verarbeitung schön weich ist.
Butter schaumig rühren und nach und nach etwas Zucker, den Vanillezucker, die Eier und den Rest des Zuckers hinzugeben.
Das gesiebte Mehl abwechselnd mit dem Wasser unterrühren. Soviel Wasser verwenden, daß der Teig ziemlich dünn ist.
Danach den Topf abdecken und bis zu 2 Stunden kühl ruhen lassen.
Den Teig in nicht zu großen Mengen in das gut erhitzte und eingefettete Eisen füllen und goldbraun backen.
Die Blätter schnell aus dem Eisen nehmen und noch heiß zu Röllchen oder Tütchen wickeln.
Damit die Waffeln knusprig bleiben, wenn sie abgekühlt sind, in gut schließende Blechdosen legen. Zwischen jede Lage eine Schicht Butterbrotpapier legen.

Die ganze Familie wartet dann bereits auf die ersten Röllchen, sie sind einfach köstlich.

Je nach Menge des Wassers und der Konsistens des Teiges kann man bis zu 60 Waffeln backen. Man sollte jedoch ruhig die ersten zwei Exemplare aus dem Eisen entsorgen, wegen der evtl. alten Ölreste in den Rillen des Eisens.

Dienstag, 29. Dezember 2009

Reh im Netz!

Ich hatte die Speisenfolge des Weihnachtsmenüs ja bereits bekannt gegeben.
Das wohl spektakulärste bei diesem Menü war für mich das Reh im Netz. Schwager Heinz, der wilde Jäger, hat sich mal wieder selbst übertroffen. Er brachte eine fantastische Rehkitzkeule, es war ein Traum.

Sie reichte für vier Personen. Es gab ja noch Vorspeisen, Käse und Dessert.

Hier ist jetzt das Rezept zum Hauptgericht.
1 Rehkitzkeule, 800 g
1 Schweinenetz
Zwiebel, Möhre, Sellerie, Knoblauch
Tomatenmark
frischer Lorbeer und Thymian
Salz, Gewürzmischung
Butterschmalz zum Anbraten
Rotwein zum Angießen

Zunächst habe ich die Wildgewürzmischung zubereitet. Rezept hier.
Das Schweinenetz habe ich eine Stunde in eiskaltem Wasser gewässert, danach ausgedrückt.
Die Keule habe ich mit den Gewürzen und mit Salz eingerieben.
Das Netz auf der Arbeitsfläche ausgebreitet, Lorbeer und Thymian darauf verteilt und die Rehkeule ganz damit eingepackt.
Das Butterschmalz erhitzt und die Rehkeule ringsherum angebraten und herausgenommen.
Das kleingewürfelte Wurzelgemüse in dem Bratenfett ebenfalls angebraten.
Die Keule darauf gelegt, mit Rotwein angegossen, Deckel aufgelegt und für eine Stunde in den Ofen geschoben bei 150°.
Zwischendurch einmal umgedreht. Nach einer Stunde die Keule in Alufolie gepackt und warmgestellt.

Das Schmorgemüse nochmals scharf gebraten, erst Tomatenmark dazu gegeben und dann etwas Wein nachgegossen und etwas eingekocht. Durch ein Sieb passiert und entfettet. Das Schweinenetz hat einerseits das zarte Reh geschützt, aber hat natürlich reichlich Fett an den Fond abgegeben.

Die feine Rehkitzkeule habe ich ganz sanft gebraten bei nicht zu großer Hitze, und sie hat es mir gedankt!
Das Ergebnis war ein wunderbar zartes Reh. Durch und durch rosa. Mit Serviettenknödel, Spätzle und Rosenkohl serviert, was braucht man mehr?
Ach ja, den Weihnachtswein.

Buon Appetito!

Sonntag, 27. Dezember 2009

Nachlese Weihnachten 2009!


Die üppigen Festtage sind vorbei, auch gut!






Eins fehlt noch, Der Rehbraten im Schweinenetz. Darüber berichte ich demnächst.

Donnerstag, 24. Dezember 2009

Ein genussvolles Weihnachtfest wünscht Eure/Ihre Freundin des guten Geschmacks. 


Mittwoch, 23. Dezember 2009

Weihnachtsmenue 2009!

Gerade habe ich die letzten Lebensmittel -Weihnachts- Einkäufe gemacht. Hier ist die Ausbeute:

Ja, ist das alles?, da fehlt doch noch einiges.

Der Gruß aus der Küche, ein Fenchel-Kartoffelpüree mit einem Klacks schwarzer Olivenpaste wird Morgen gemacht.

Der Lachs für die Vorspeise ist schon gebeizt.
Die Honig-Senf-Sauce muss ich noch zubereiten. Das mache ich Morgen.

Das Reh bekomme ich vom Schwager Heinz, dem unglaublichen, aus dem Sauerland.
Das Schweinenetz muss ich noch wässern.

Das Parfait ist schon in der Kühltruhe.
Die Feigen backe ich auch Morgen.
Die Cranberriesauce ist schon fertig.

Die Weine hat der Herr Geschmacksache schon ausgesucht. Das war vielleicht eine Procedur, aber es ist ja schliesslich Weihnachten!

Bei all der Planerei habe ich richtig Appetit bekommen. Ich hab uns mal schnell eine Pasta gemacht. Ausnahmsweise fertig gekauft, beim Italiener meines Vertrauens. Ich habe Antonio Temporin tatsächlich mal in Modena in seiner Fabrica besucht.
Tortelloni caprino e rucola von Temporin. Dazu habe ich luftgetrockneten Speck und Chicorée ganz kross ausgebraten. Mit einer Prise Zucker bestäubt, das karamelisiert dann schön. Ein paar Salbeiblätter in Streifen geschnitten und in Olio knusprig werden lassen. Die Pasta darin geschwenkt, etwas Bergkäse darüber gehobelt und serviert. Der Herr Geschmacksache und ich sind glücklich.   

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